Die heiße Schlacht am heißen Buffet

Heute sorgte das Navi auf dem Weg zum Hafen für etwas Abwechslung, indem es uns ohne sichtbaren Grund durch ein Wohngebiet mit viel zu schmalen Straßen führte. Zum Finale gab es eine Durchfahrt mit 3,20m lichter Höhe, das Auto benötigt 3,10m. Glücklicherweise passte alles, solche Schäden bezahlt die Versicherung in der Regel nicht. Die Brücke zeigte an ihrer Unterseite unzählige Spuren übertriebenem Optimismus.

Super-pünktlich im Hafen hatten wir alle Zeit der Welt, unsere Sachen zu sortieren und einzupacken. Das Verladen der Autos haben wir allerdings noch nie so unprofessionell erlebt: normalerweise werden die Autos nach Größe in Spuren sortiert und anschließend ganze Spuren auf das Schiff geschickt. Heute ist da was schief gelaufen, so dass einzelne Autos aus dem hinteren Feld losgeschickt wurden. Auf der Fähre sind Wohnmobile selten und wir waren die fünftletzten, die an Bord durften. Damit war ausgeschlossen, auf dem Sonnendeck noch einen schönen Platz zu ergattern. Unsere Kabine lag allerdings erstklassig am Heck des Schiffes mit einem wunderbaren Blick nach Achtern.

Wie ließen uns Zeit, duschten und fanden dann doch zwei schattige Plätze mit Kaffee und Eis. Einige Möwen begleiteten das Schiff noch eine Weile und bettelten erfolgreich um kleine Naschereien. Zum frühen Abend gönnten wir uns das dekadente Buffet und die Peinlichkeit, unsere Teller zu fotografieren. Das „Skandinavische Sommer-Buffet“ ist aber auch wirklich gut. Im Geiste unser von-A-nach-B-Reisenden möchten wir hier die Bilder der Köstlichkeiten präsentieren.

Nicht geschafft haben wir: die Vorsuppe, das Kinderbuffet mit Pommes, Burger und Hotdog, diverse Sättigungsbeilagen, kalte Fleischprodukte, Kochfisch, große Krabben, Sprotten, die Käsetheke, viele Kuchen und Brote, karamellisierte Nüsse, Cracker und vermutlich noch so einiges mehr. Echt unglaublich, was hier aufgetischt wird.
Morgen fahren wir dann über Leipzig nach Hause und freuen uns auf die Familie. Die langen Nächte werden wir vermissen, obwohl sie einen geregelten Tagesablauf durchaus erschweren und wir das Wohnmobil komplett verdunkeln mussten, um schlafen zu können.

Und noch ein wenig Kitsch bot der abendliche Sonnenuntergang – viel früher, als wir es in letzter Zeit gewohnt waren.

Wir möchten an dieser Stelle allen danken, die uns mit ihrem fleißigen Einsatz in Haus und Hof den Rücken freigehalten haben, so dass wir diesen Urlaub unbeschwert genießen konnten. Gleichzeitig danken wir allen Lesern fürs Mitreisen und die lieben Kommentare.

KOMMENTAR(E) (1)

  • ABF
    Juli 20, 2025., 15:03 • Antworten

    Also das klingt ja alles sehr vielversprechend. 😋 Ist auch eine gute Taktik: die süßen und herzhaften Sünden alle geballt zu verspeisen. Bei uns gab es gestern auch reichhaltiges Geburtstags-Mittag - wir fühlen also sehr mit euch! Allen einen lieben Gruß und eine angenehme Heimreise. ... nur diese übertriebene Hitze hättet ihr nicht mitbringen brauchen..😉

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