Schweden 2018

Anreise

      

Wir brachen auf am Sonntag kurz nach halb acht auf mit dem Ziel, bis nach Dänemark zu kommen. Nach einer völlig entspannten, LKW- und Drängler-freien Fahrt erreichten wir nach 900 km und 10 Stunden einen kleinen hübschen Campingplatz [Link] direkt an den Dünen der Jammerbugten.

 

Weiter in Richtung Stockholm

… liegt zunächst Kopenhagen mit dem üblichen Gedränge an der kleinen Nackten.

Gefunden haben wir auch ein berühmtes Motiv aus ziemlich alten Filmen :

Meer [Link] auch wenn es wie ein See aussieht. Wir sind an der schwedischen Schärenküste angekommen.

Von Karlskrona nach Västervik

Gut ausgeschlafen und bei strahlend schönem Wetter ging es erst einmal zur Stadtbesichtigung nach Karlskrona mit der größten Holzkirche Schwedens und dem größten Marktplatz Nordeuropas. Mitten auf dem Platz steht zu unserer Verwunderung ein Denkmal von Captain Jack Sparrow.

   

Die Fahrt weiter nach Norden schlängelte sich entlang der Küste durch felsige, wunderbare Landschaft. Teilweise wirken die Wälder wie im Herbst:  bunte, trockene Blätter, staubtrockener Boden, verbranntes Gras.

Die Schärenlandschaft kann man von der Schnellstraße aus mehr erahnen als sehen. Der Zeltplatz liegt dann jedoch mittendrin mit Blick [Link] aufs Wasser.

  

 

Stockholm

Kurz vor dem Hotel verknoten sich die Straßen in drei Ebenen. Trotz Navi haben wir uns erstmal verfahren. Im Bild ist unser Hotel zu sehen. Mit herrlichem Blick aufs Wasser.

Na ja – zumindest vom Restaurant aus. Die preiswerten Zimmer gucken in die andere Richtung….

Stockholm – Vasa-Museum

Die weichen Hotelbetten sorgten für einen erholsamen Schlaf, das ausgiebige Frühstück für einen guten Start in den Tag. Den öffentlichen Nahverkehr gibt’s für 12 EUR am Tag. Grund genug, das Auto stehen zu lassen. Mit der Tunnelbana geht es in 10 Minuten ins Stadtzentrum. Dort sind unglaublich viele Menschen unterwegs – alles Touristen. Mehrere große Kreuzfahrtschiffe, u.a. die AIDA, spuckten zusätzlich unzählige Besucher in der Stadt aus, welche dann per Pedes, mit dem Fahrrad, dem Segway und elektrischen Rollern die Sehenswürdigkeiten und Fotomotive zustellten. Erst gegen Abend wurde es ruhiger in der Stadt.

Bilder: Stadshuset, Sänger (immer da), Tourist (selten dort)

Bilder: Stortorget (ganz berühmt), Luther?

 

Unweit des Hafens sank vor einigen Jahrhunderten ein ziemlich großes Schiff [Link], welches inzwischen geborgen und restauriert ist.

Die Schweden haben ihr Bargeld tatsächlich so gut wie abgeschafft. Es gibt nicht mal mehr Fahrscheine am Automaten. Alles mit einer Handy-App oder mit Plastekärtchen.

Stockholm – Schären

Es ist schwer, einen Ausflug in die Schären in einem Urlaubstag mit anderen Ausflugswünschen unterzubringen. Auch hier unterschätzten wir Entfernungen, Ausmaße und damit verbundene Zeitkontingente. Etwa 25000 Schäreninseln gibt es vor Stockholm. Zwischen ihnen touren „Normalboote“, also Fähren, hin und her. Für Touristen ist es fast unmöglich herauszufinden, wie man dabei von A nach B kommt. Deshalb werden Touris wie wir mit schicken alten Dampfern zu einigen größeren Inseln gefahren. Wir entschieden uns für die kürzeste Rundfahrt [Link] von 3,5 Stunden und bekamen dabei einen kleinen Einblick in diese wundersame Landschaft.

          
      

In Stockholm war in der Nacht wieder ein riesiges Kreuzfahrtschiff gelandet. Dazu verschiedene Hochseefähren. Und alle nehmen den Weg durch die Schären aufs offene Meer. Außerdem tummeln sich hunderte Freizeitkapitäne mit Booten aller Größen auf dem Wasser. Und: auf jeder noch so kleinen Insel steht mindestens ein Häuschen.

Zurück in der Stadt ging es noch ins Technische Museum. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit, denn das ist ein Mit-mach-Museum mit einer ganzen Abteilung Computerspiele. Daneben gab es viele Experimente, eine große, scheinbar total unsortierte Sammlung technischer Erfindungen und als Hauptattraktion für Männer: einen Bagger-Simulator.

    

 

Ferienhaus am See

Stockholm verließen wir heute bei hochsommerlicher Hitze. In ca. 500 km ging es einmal quer durch Schweden Richtung Westen. Unterwegs gab es mal ein heftiges Gewitter, danach wieder strahlende Sonne, aber hier unweit der Westküste nur noch angenehme 22Grad.

Wir erreichten am frühen Abend unser Haus am See [Karte] [Airbnb] und waren gleich begeistert. Die Besitzer und Vermieter, ein deutsches Paar, das nur sommers hier lebt, zeigten uns erst einmal ihr Grundstück. Weil es so groß ist, wurde die Besichtigung im Geländewagen vorgenommen. Ein Drittel des Sees gehört auch dazu. Ringsrum Wildnis, kaum ein paar Häuschen. Und das dürfen wir in den nächsten 14 Tagen also nutzen: baden am eigenen Badestrand, Boot fahren, angeln am hauseigenen Steg, wandern, relaxen, genießen….

Wenn es auf diesen Seiten also in den nächsten Tagen nichts Neues geben wird, liegt das nur daran, dass wir in den völligen Urlaubsmodus geschaltet haben.

 
 

Die sehr sympathischen Gastgeber im letzten Bild.

Angeltag Nr. 1

Ein schöner Tag am See bescherte uns ein köstliches Abendessen –
und das größte Problem war die viel zu kleine Bratpfanne.

   

 

Angeltag Nr. 2

Problem gelöst:

Wir haben eine neue Bratpfanne – und der Fisch ist heute kleiner.

Angeln – was sonst?

Es ist schon am Morgen unglaublich heiß und drückend. Selbst das Wasser im See, das gestern in den unteren Bereichen recht erfrischend war, ist heute lau. Und die Fische haben auch nicht die rechte Beiß- Lust. Am Abend, kurz vor einem heraufziehenden Unwetter, gibts dann doch einen Fang. Diesmal reicht der kleine Tiegel. Und das Unwetter zog weg, wieder kein Tropfen Regen.

  

Nach dem Essen waren wir Müll wegbringen. Die Tonne steht etwas außerhalb des riesigen Grundstücks – macht einen Spaziergang von gut 2 Kilometern.

Ein Hecht!

Wer hätte das gedacht: nach dem Barsch am Morgen fand ein Hecht des Nachmittags den Angelköder interessant.

 

So groß sind unsere Töpfe nun aber auch nicht – wie bereitet man den nur zu?
Das gefangene Exemplar gar nicht – wir haben es wieder frei gelassen und es hat die Tortur inclusive auf dem Steg nochmal entwischen auch einigermaßen überstanden. Der Haken hat ihn nicht sehr verletzt – da sind die Widerhaken zurückgebogen.
Leider gesellte sich zu dem Barsch kein weiteres Exemplar.

Den nächsten Hecht gleicher Größe nehmen wir mit und machen Filets oder Scheiben.

…und heute? – Fisch!

Die Hitze der letzten Wochen hat sich gestern in einem kurzen Gewitter entladen. Trotzdem ist auch hier viel zu wenig Regen gefallen. Der Vermieter hat heute angefangen, Wasser aus dem See zum Blumen gießen zu verwenden.

 
 

Die in der Stadt nie anzutreffende Stille hier und der entschleunigte Tagesrhythmus macht unsere Köpfe leer und die Bäuche voll – wir erholen uns.

In den Nachrichten ist von schweren Waldbränden zu hören: 400km nördlich von Stockholm – also sehr weit weg.
Interessanterweise hat Schweden keine eigenen Löschflugzeuge.

 

Unser heutiger Fang…

… hat die Angel gerade noch rechtzeitig wieder verlassen –
kurz bevor wir seiner habhaft werden konnten.
Schade.

Wir waren aber ohnehin nur kurz an dem See, denn tagsüber waren wir an der See. Die Wesküste bei Hunnebostrand ist sehenswert, aber von Bootstouristen (reich und schön) total überlaufen. Das ist noch schlimmer als auf den Campingplätzen und nicht unsere Welt.

 
 

Waldbrände sind in Schweden ausser Kontrolle


Schweden bekommt einige Brände nicht gelöscht. Hilfe aus anderen Ländern ist im Einsatz.
Die Wälder auch in unserer Umgebung sind extrem trocken. Da reicht wohl nur ein kleiner Funke. Den Grill samt Kohle nehmen wir ungenutzt wieder mit und hoffen auf Regen. So viel Sonne ist ohnehin nicht gut.

 

 

Endlich wieder Fisch

Zwei ganze Tage ohne Angelerfolg – aber heute wurde unsere Geduld belohnt. Wir wollten gerade aufgeben, hatten schon drei Fische, die sich wieder vom Haken gelöst haben und dann das: drei Fische innerhalb von 10 Minuten.
Gestern hat uns auf der Wiese hinter dem Haus ein Rehlein besucht – war aber leider noch ziemlich weit weg.
 
Wir warten nun noch ungeduldig auf die versprochenen Elche und Luchse.

Ein Meter Fisch



Gefangen früh um sieben. Da hat sich das zeitige Aufstehen gelohnt, denn tagsüber sind die Fische scheinbar schon satt.
Am Abend dann von Christiane köstlich zubereitet.
Der Tag brachte ansonsten einen Spaziergang (13km) um unseren schönen See und ausreichend Entspannung.

Schwedens Wälder in Flammen

Unser gestriger Spaziergang durch den Wald zeigte die außergewöhnliche Trockenheit auch hier in der Gegend: jeder Schritt ließ den Boden knirschen und knacken. Moos, das sonst fröhlich unter den Füßen schmatzt, knirscht und bröselt nur noch. Hier muss es Wochen regnen, um das wieder zu reparieren.

Das auswärtige Amt hat ein paar sinnvolle Links geschickt:
https://www.krisinformation.se/handelser-och-storningar/2018/brandrisk2018/in-english-about-the-forest-fires

Reisekarte von ganz Schweden:
https://www.trafikverket.se/trafikinformation…

SOS Alarm:
https://www.sosalarm.se/trender–analyser/lagesbild-brand/

Gut, dass wir den ganzen Sonnabend Zeit haben, die Fähre zu erreichen.

 

Morgenstund‘ am See

In aller Frühe (6:30) wollten wir den Angelerfolg von vorgestern wiederholen. Uns bot sich zunächst eine eindrucksvolle Kulisse mit dichtem Morgennebel, den die Sonne dann zügig auflöste.

 

Unser heutiger „Angelerfolg“ verschaffte uns dieses Abendessen:

Desaster am Angelsee

Das wäre doch der krönende Abschluss gewesen: ein großer Fisch am letzten Angeltag. Doch so kam es eben nur fast. Des vielen Auswerfens müde, wurde an der Angel eine Pose montiert – probeweise mit einem Gummifisch. Könnte ja für die Barsche funktionieren – und hat es auch in zwei Fällen.
Zum Finale beißt dann ein dritter Fisch, der auch sehr kräftig an der Angel gezogen hat. Nicht so stark, wie man an der Schnur ziehen kann, wenn der Haken wieder mal im Schilf hängen geblieben ist, aber so, dass es sich nach einem großen Fisch anfühlt.
Was passiert: die Hauptschnur reißt – und zwar noch vor der Pose. Das soll nicht passieren, denn Schnüre reißen eigentlich am Knoten. Vielleicht hat sie an einer Kante oder einer der zahlreichen Muscheln gescheuert.
Im Ergebnis gibt es jetzt einen großen Fisch, der nicht in unserer Pfanne gelandet ist, sondern stattdessen einen Gummiköder mit Haken verschluckt hat und eine Pose an der Schnur mit sich herumzieht. Das wird er nicht lange schaffen.
Schade für uns und schade für den Fisch.

Der Vermieter, selbst Jäger, meinte, bei der Jagd wäre dann eine Nachsuche üblich und hat auf den vorhandenen Taucheranzug verwiesen…

Die Heimreise

WIr nehmen den kürzesten Weg über die Ostsee und über Nacht. Mal sehen, ob wir dann Sonntag früh in Rostock überhapt noch frühstücken wollen.

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