Österreich 2020

Anreise mit 500 Jahren Industriekultur

Boom. Sachsen feiert 500 Jahre Industriekultur. Wir waren in einer sehenswerten Ausstellung in Zwickau.
Viel Text zur Geschichte, relativ wenig Ausstellungsstücke. Zudem noch ein Fotoverbot – mit nicht allzu guter Wirkung.

Weiter gings nach Landshut.
Eine hübsche Stadt an der Isar. Das Zentrum voll mit vollen Biergärten. Corona gibts in Bayern wohl nicht.

Zum Abendessen gab es Bayerischen Wurstsalat:
wie Fleischsalat, aber ohne Mayo und ohne Gurke,
dafür sauer eingelegt.

Na ja, werden wir wohl nicht mehr essen…

 

Pack am See

Österreich begrüßt uns mit Regen. Ganz entspannt und ohne Stau erreichen wir unsere Unterkunft. Die Vermieterin hat eine kleine Jause vorbereitet und einen Wein bereitgestellt. Die Hütte ist klein und bietet einen tollen Blick übers Tal. Der See ist allerdings nicht zu sehen.

Der erste kurze Ausflug zu Fuß brachte uns 100 Höhenmeter nach oben. Der Ausblick da war aber auch nicht besser. Es regnet ja.

Pilze am Wegesrand

Der Regen hat auch was Gutes: Im Wald wachsen die Pilze.
Ein kleiner Ausflug zum See beschert uns eine leckere Beilage zum Abendessen.

 

 

Um den See

Heute soll es bei strahlendem Sonnenschein eine Wanderung um den See werden. Eine Einkehrmöglichkeit kennen wir schon, vielleicht gibt es ja weitere Lokalitäten.
Gibt es! Insgesamt drei und zwei Badestellen. Das Wasser ist sehr erfrischend.
Die Angelei hier ist eine Mogelpackung: mit 45 Euro an Tag unverschämt teuer und 99 Prozent des Ufers sind privat. Zutritt verboten.


Graz ziert sich

Der Reiseführer empfiehlt, am Stadtrand zu parken und mit einer ÖPNV-Tageskarte per Tram die Weltkulturerbe-Stadt zu erkunden. Statt der Bahn gab es einen Ersatzbus, dessen Fahrerin verkaufte uns kein Ticket und fuhr einfach los. Blöd nur, dass es an der Haltestelle auch keinen Automaten gibt. Der nächste Busfahrer empfahl uns, schwarz zu fahren, die Strafe entspräche einer Tageskarte. Was für ein Empfang!
Die Idee mit der Bahn ist zwar nicht schlecht, bei 35 Grad und mit Maske allerdings ziemlich schweißtreibend. So kamen wir zumindest in den Botanischen Garten, den wir sonst nicht entdeckt hätten. Eintritt frei, allerdings ist das kein „schöner“ Schaugarten, sondern die Pflanzensammlung der Uni. Derzeit blüht da nichts.
Der Stadtpark bot Schatten, einen schönen Springbrunnen und den Einstieg zum Aufstieg auf den Schlossberg. Da oben gibt es einen schönen Blick auf die Stadt und einen Biergarten.
Die Fahrt mit der Standseilbahn wieder runter ist im Tagesticket sogar mit drin – dennoch gehört Graz nicht zu unseren Favoriten.

Mit dem Schnauferl

Ganz in der Nähe fährt aller paar Tage der Flascherlzug, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn. Seinen Namen hat er nicht wegen der Schilcher-Flaschen – sondern: siehe hier. Er zuckelt ziemlich langsam entlang von Kürbis- und Maisfeldern mitten in der Schilcherweinstraße. Da kann man dem Alkoholangebot im Zug kaum entrinnen.
Zu den ausgedehnten Pausen auf halber Strecke und am Endpunkt lässt es sich trefflich stärken, zum Beispiel mit allerlei Getränken und Verhackertbrot – wie Hackepeter, aber aus Speck.

Eisenbahn und Hundertwasser

Knittelfeld hat eigentlich eine Modellbahnanlage, die immer freitags öffnet, aber dieses Jahr ist alles anders und die Ausstellung bleibt geschlossen. Uns bleibt der Besuch des Eisenbahnmuseums im gleichen Ort. Eine kleine, liebevolle Sammlung allerlei Eisenbahnzubehörs, zum Beispiel die weltgrößte Sammlung von Dienstmützen aus aller Welt.
Auf dem Heimweg liegt eine Kirche, die 1987 von Friedensreich Hundertwasser umgestaltet wurde. Von außen eher knuffig, ist sie innen klar und schlicht gehalten. Der Altar ist ein mit verschiedenfarbigen Sandschichten gefüllter Glasquader.


4-Hütten-Tour

Ein strahlend schöner Tag lockte uns heute zu einer etwas längeren Wanderung. Allerdings sparten wir uns den 1,5 stündigen Aufstieg zur „Knödelhütte“, sondern stellten das Auto auf dem Wanderparkplatz vor dieser ab. Und dann ging es ca. 4 Stunden sanft beran und bergab, meist auf weichem, knorzligen Waldboden, manchmal über weite Weideflächen – das Bimmeln der träge kauenden Kühe immer im Ohr. Nach der Hälfte der Wegstrecke kehrten wir in die „Liedel-Hütte“ ein – eine gute Wahl, denn dort gibt es keine Touristen-Massenabfertigung, Käse, Speck und Wurst der Brett’l-Jause waren selbstgemacht und der Opa setzte sich zum Plaudern mit an den Tisch. Blöd nur, dass der halbe Liter Most sich als Apfel-Wein entpuppte, sehr lecker zwar, aber irgendwie war das Weiterwandern dann schwerer…


Über den Wolken…

…scheint die Sonne, drunter ist es nass. Österreich wird derzeit ganzländig eingeregnet. Wir bleiben zu Hause und entspannen.
Gewitter sind hier um einiges lauter als im Flachland.

Weinstrasse und Ölspur

Da von den umliegenden Bergen heute morgen nach wie vor nichts zu sehen war, entschlossen wir uns, die Schilcherweinstraße zu besuchen. Nach einer halben Autostunde tauchten wir plötzlich in eine ganz andere Welt ein, nicht nur, dass die Sonne schien und es gleich mal 10 Grad wärmer wurde, auch die Landschaft überraschte mit fast südländischem Flair.
Der Schilcher ist DER Wein der Region und wird nur hier angebaut. Weingut reiht sich an Weingut, Buschenschank an Buschenschank.
Die Weinhänge gehen im Tal in ausgedehnte Kürbisfelder über. Hier wächst der Rohstoff für das berühmte Kürbiskernöl. Für einen halben Liter Öl benötigt man etwa 40 Kürbisse. Dass die Kerne schalenlos sind, ist die Besonderheit der steirischen Kürbisse.

So ein Ausflug macht hungrig… Ein Restaurant mit regionaler Küche zu finden, war jedoch nicht so einfach. Aus dem Biergarten mussten wir nach der Bestellung aufgrund eines neuerlichen Wolkenbruchs in den menschenleeren Gastraum des Hotels umziehen und dann wurde serviert: Salat mit Hühnchen und Hühnchen mit Salat. Naja, der Steirer Johann Lafer stand nicht am Herd.

Schlammschlacht zwischen Weinbergen

Da sich am Morgen die gleiche Wetterlage wie gestern bot: 11 Grad und durchdringender Regen, ging es noch einmal runter in die Weinebene. Die „Schilcher-Runde“ versprach Genuss-Wandern zwischen den Weinbergen. Ob es nun ein Genuss ist, 430 Höhenmeter zu erkraxeln, ist Geschmackssache. Aber von oben blieb es wenigstens trocken. Von unten allerdings weniger. In einem munteren Auf und Ab wechselten sich weite Blicke ins Weinland mit wildromantischen Tälern ab. Der Starkregen der letzten Tage hat die Bäche über die Ufer treten lassen und die Wege in rutschige Schlammpfade verwandelt.
Charakteristisch für die Steiermark ist der scheinbar immer grüne, dichte Wald- heute wanderten wir aber auch mal durch reine Fichtenschonungen, die genauso krank und tot wie zu Hause aussahen. Was sich hier wohlfühlt, sind jedoch Esskastanien, die im Mischwald genauso vorkommen wie in ganzen Plantagen.


Die Buschenschanken unterwegs waren natürlich alle geschlossen, der Wildgulasch mit Semmelknödel, den es recht preiswert beim „Steirischen Dorf-Wirt“ gab, verwöhnte unsere hungrigen Mägen auf der Rückfahrt.

Auf der Hebalm

Welch Wunder: Am Vormittag hörte der Nieselregen auf, die Sonne ließ sich sogar mal blicken. Auf gings zu einer letzten moderaten Wanderung. Die in unserer Hütte bereitliegenden Wandervorschläge empfahlen eine Runde auf der Hebalm. Schon auf dem Anfahrts-Weg dahin sahen wir überall parkende Autos am Waldrand, vermutlich Pilzsucher. Wir hatten heute auch mal wieder unser kleines Beutelchen für Wegesrand-Funde dabei – und es reichte am Ende für eine kleine, feine Mahlzeit.
Die Hebalm entpuppte sich als Langlauf-Areal, verzauberte aber gleich zu Beginn mit diesem hübschen kleinen See, der im Winter das Wasser für die Schneekanonen liefert. Er müsse dringend beangelt werden, meinte Uwe. Video hier.
Dass hier viele Spaziergänger unterwegs sind, merkten wir am Müll im Wald. Ähnliches ist uns bei unseren Wanderungen nicht aufgefallen.

Auffallend sind jedoch die riesigen Ameisenhügel, gebaut von großen Waldameisen. So ein Gewimmel. Schaut mal hier.

Am Badesee waren wir dann praktisch allein im verhältnismäßig warmen Wasser.

Was uns noch verschlossen bleibt, ist der Unterschied zwischen einem „Kleinen Braunen“, einem „Großen Braunen“ und einem „Verlängerten“. Man bekommt immer eine Tasse Kaffee.

Passau – am Drei-Flüsse-Eck

Österreich entließ uns ohne Murren und Stauen bei bestem Sonnenschein und 30 Grad, dank Klima im Auto mit komfortablen 23 Grad. Die etwas auswärts (2 km) von Passau gelegene Pension war schnell bezogen und der Bus ins Zentrum fährt aller 30 Minuten.
Gemütlich schlenderten wir entlang von Donau und Inn so dahinn und kletterten am Abend auf die Veste Oberhaus, wo sich bei guter Küche ein herrlicher Blick über die Stadt bietet. Im Dom gibt es Europas größte Orgel und kostenlose Autogrammkarten des amtierenden Bischofs. Die Kirche geht mit der Zeit.


Kulinarisch verwöhnten wir uns mit Kärntner Schlutzkrapfen und -natürlich- a Haxn. Und wurden nicht enttäuscht.

Plauen? Lieber nicht!

Geplant war, die letzten Urlaubstage in Plauen zu verbringen, um Pirk und Pöhl zu beangeln. Die Ferienwohnung in Plauen bot einen Garten mit Grillmöglichkeit, endlich mal eine Badewanne und sah den Bildern nach ganz ordentlich aus.
Die Enttäuschung war dann natürlich groß, denn den Blick in den Garten gab es nur von der nicht benutzbaren Badewanne aus, die Sitzecke draußen wurde von den Gästen der anderen FeWo okkupiert und die Wohnung selbst war verschimmelt. Ein Wasserschaden- bestätige der Vermieter später.

Wir einigen uns gütlich, fuhren heim und schliefen im eigenen Bett….

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