NOSE 2024

Ti-Ri-Le-Fi-Du-Del-Dö

…oder Ti-Ri-Le-Fi-Do-Del-Dü? Frei nach Loriot mussten wir das heute nicht lösen. Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück in einer nahegelegenen Bäckerei. Anschließend mussten wir nur noch das Auto packen, Rosmarin ernten, die Wohnung kurz blitzeblank reinigen und uns auf den Weg Richtung Messestadt machen.

Dort wurden wir dann köstlich versorgt. Zum Kaffeetrinken gab es eine feine Erdbeertorte und zum Abendessen köstliche Ofenkartoffeln mit Zaziki und leckeres selbst gebackenes Brot.

KiWo24 – anders als gedacht

Der ursprüngliche Plan für den Sonntag sah ein gemütliches Frühstück, eine entspannte Fahrt zur Unterkunft an einem schönen See und vielleicht ein Abendessen mit Michelle und Marcel vor. Doch es sollte anders kommen…

Schon seit ein paar Tagen wussten wir, dass das gemeinsame Frühstück in Leipzig Ricos geplanter Teilnahme am Fichtelberglauf im Weg stand. Und kürzlich berichtete der NDR von der bevorstehenden Kieler Woche. Die Unterkunft wollte uns eigentlich auch erst ab 17 Uhr empfangen. Alles zusammen gute Gründe, den Tagesplan zu modifizieren: Abfahrt 7 Uhr nach Neumünster, anschließend mit dem Zug nach Kiel, abends zurück, in Neumünster essen gehen und danach zur Unterkunft. Wir meldeten uns dort für ca. 21 Uhr an.

Unter der Kieler Woche stellten wir uns eine maritime Veranstaltung mit vielen Schiffen und Aktivitäten im Wasser bei Kiel vor. Es ist aber ein unglaublich riesiges und überfülltes Volksfest mit Musik, etlichen Bühnen und noch unzähligeren Imbiss-Ständen. Auch gut. Wir futterten uns durch die internationale Küche, sahen uns ein paar Aktivitäten an und genossen das schöne Wetter.

Zum Abendessen ging es in ein Steakhouse nach Neumünster und wir verpassten die Abfahrt zur Unterkunft. 21:15 waren da schon alle Lichter aus. Glücklicherweise fanden wir noch ein Hotel in Neumünster. 90 Minuten Rundfahrt. Der Sonnenuntergang am See sah aber wirklich schön aus.

Wir hoffen, morgen beim Auslaufen der Fähre noch ein paar schöne Schiffe zu entdecken.

Schlemmerreise. Tag 3.

Zur Übernachtung gab es ein sehr üppiges und leckeres Frühstück. So konnten wir uns gut gestärkt und stressfrei auf den Weg zur Fähre machen. Diese fuhr pünktlich ab und wir sahen wie erhofft haufenweise Schiffe.

Wir hatten wie schon vor zwei Jahren das Buffet gebucht. Eine unglaubliche Auswahl von leckeren Speisen, die wir hier nicht aufzählen möchten. Im anschließenden Fress-Koma verschliefen wir glatt den Sonnenuntergang. Ab morgen gibt es dann bestenfalls selbst gefangenen Fisch. Oder Brot mit Bemme.

Hier noch ein paar Bilder vom Schiff. Das Achterdeck ist tagsüber voll mit Menschen auf Sonnenliegen oder Stühlen. Und gefühlt sind die Abgase vom Schiff auch nicht so gelb…

Vom Wasser zum Wasser

Die Nacht auf der Fähre verlief ruhig, die See war spiegelglatt. Zeitiges Aufstehen und ein frischer Kaffee waren die idealen Begleiter, die Einfahrt nach Oslo zu genießen. Da geht es mitunter recht eng zu und die großen Pötte müssen ganz ordentlich Slalom fahren.

Nach dem Verlassen der Fähre lungerten im Hafen ein paar ziemlich durstige Zöllner herum und fragten in jedem dritten Auto nach Alkohol. Wir haben ihnen nichts gegeben.

Dafür haben wir letztlich eine halbe Stunde länger gebraucht, um die Fähre zu verlassen.

Die neue Ferienwohnung ist ein Traum am Wasser.

Der ganz große Angelerfolg

… blieb heute aus. Nicht mal ein kleiner. Na ja, vielleicht ein ganz kleiner … Barsch – aber der durfte wieder zurück.

Allerdings war der Teil der Reisegruppe, der für die Beschaffung derLebendvorräte zuständig ist, den ganzen Tag über mit seiner Aufgabe beschäftigt und der andere Teil konnte in aller Ruhe das anhaltende Hochsommerwetter dazu nutzen, die vorhandenen Wassersportgeräte auszuprobieren und dem erschöpften Jäger aus dem Fundus was Leckeres zu kochen. Für alle Beteiligten war es ein sehr erholsamer Tag.

Fischradar ist wie die Wettervorhersage

…manchmal nicht zutreffend. Heute statteten wir dem hiesigen Angelzubehörladen unseren geplanten Besuch ab und füllten die Köderbox auf. Doch auch die neuen Köder waren für die Fische nicht interessant. Das Fischradar behauptet, im See seien unzählige Fische, aber nicht einer hat angebissen.

Ein kleiner Umweg führte uns an einer Werkstatt vorbei, in der für die Gegend typische Schnitzereien angefertigt werden. Doch auch hier hat die moderne Technik Einzug gehalten: die Rohlinge werden von einer CNC gefertigt. Der Rest danach ist aber Handarbeit.

Nordwärts

Am heutigen Reisetag verabschiedete sich der 19° warme Badesee bei Mora mit einem wunderbaren Sonnenaufgang, und es empfing uns der 13° frische glasklare Storsjön bei Östersund im Regen.

Unterwegs versuchten wir, den Höllenfall (Wasserfall) anzusehen. Gemäß Reiseführer hat man von einer kleinen Brücke aus eine wunderbare Sicht auf dieses Naturschauspiel. Doch leider erwischten wir deren falsche Seite, denn die Brücke war nur von der anderen Flussseite aus erreichbar.

Unser neues gemütliches Domizil liegt direkt am See, so dass wir am Abend noch einen ausgedehnten Ausflug mit dem Ruderboot unternehmen konnten.

Nass

Während in der Heimat geschwitzt wird, stellt sich bei uns das erwartete Urlaubswetter ein. Sonne und Regen im Wechsel bei 13 Grad. In ebenso warmen Wasser nahmen wir ein erfrischendes, aber eher sehr kurzes Bad.

In einer Regenpause spazierten wir um ein Vogelschutzgebiet. Die Bewohner machten ganz ordentlich Lärm [Video].

517 Tage

ab heute bis zum nächsten Biathlon World Cup in Östersund. Wir haben die Spielstätten eingehend untersucht und sind der Meinung, die verbleibende Zeit sollte ausreichen, um sie für die Wettkämpfe herzurichten.

Ansonsten ist Östersund eine hübsche, kleine Stadt an Schwedens fünftgrößtem See, in dem – so heißt es – das Seeungeheuer „Birger“ leben soll.

Selbst heute am Sonntag war in der Innenstadt kaum was los, obwohl die Geschäfte geöffnet hatten. Auch die Fußball EM spielt hier erfreulicherweise keine Rolle, denn Schweden hat sich bereits in der Vorrunde daraus verabschiedet. 

Eher zufällig fanden wir dieses Schild am Wegesrand und haben so mit unserem „Angelerfolg“ unbeabsichtigt offenbar alles richtig gemacht. Google hat freundlicherweise den Inhalt übersetzt.

http://ostersund.se/miljogifterifisk

20 Stunden Sonne

Hier oben im Norden geht die Sonne 3:00 Uhr auf und 23:00 Uhr wieder unter. Damit ist es eigentlich rund um die Uhr hell und das bringt unseren Tag-Nacht Rhythmus gehörig durcheinander, auch wenn die Sonne sich meist hinter dicken Wolken versteckt. Heute erkundeten wir zu Fuß das Highlight dieser Insel: die Kirche. Komischerweise steht der Glockenturm hier neben dem Hauptschiff und nicht darauf.

Gleich daneben befindet sich der wohl schönste Golfplatz Schwedens. Na ja – Golfen mit Blick aufs Wasser, das hat schon was .

In den letzten Tagen wurde das Wasser vor unserer Haustür gegen Abend spiegelglatt. Das erwarteten wir auch heute und machten uns mit unserem Boot auf den Weg, um einen Blick auf den großen See zu werfen. Zu unserer Überraschung frischte der Wind aber auf und machte große Wellen, die unser kleines Boot gehörig tanzen ließen.

Wasser-Fall-Viel-Falt

Unser heutiger Umzug nach Trondheim in Norwegen führte uns an einigen Wasserfällen vorbei, von denen wir uns drei näher anguckten.

1. der Ristafallet

Dieser Wasserfall ist touristisch kaum erschlossen, wir empfanden ihn jedoch als ziemlich mächtig. In unmittelbarer Hörweite befindet sich ein Campingplatz. Das wäre uns zu laut. [Video]

2. der Tännforsen

Angeblich der größte Wasserfall in Schweden. Dieser ist touristisch gut erschlossen – mit gebührenpflichtigem Parkplatz und Imbissbude.

3. der Handölsforsen

Auch ganz ordentlich groß mit einer Hängebrücke drüber. Zugelassen für gleichzeitig drei Personen. Davon ein [Video].

Unsere neue Unterkunft liegt direkt am Fjord und hat eine schöne Aussicht.

Trondheim bei bestem Wetter

Beim heutigen Angeln durften wir mit ansehen, wie der benachbarte Angler eine schöne Makrele aus dem Fjord zog. Das lässt zumindest auf Erfolge für uns hoffen.

Auf den Bildern ein paar Gefährte auf Wasser und Asphalt. Der Bus ist ordentlich lang und auch sehr schick, das selbstfahrende Surfbrett war ziemlich schnell unterwegs.

Gegen Nachmittag machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt. Trondheim ist ein schönes Städtchen mit vielen kleinen Geschäften in den schmalen Gassen der Innenstadt. Was wir hier aber feststellen: die Menschen grüßen nicht. Das waren wir von Schweden anders gewohnt.

Auf dem Marktplatz befindet sich eine Säule mit dem Stadtgründer Olav. Wir gönnten uns ein paar Churros (frittierte Teigstangen mit Zucker und Zimt), mussten aber sehr wachsam sein, dass sie uns von den Möwen nicht entwendet werden. Die Vögel hier ernähren sich scheinbar vorwiegend von Fastfood und wir hatten deren ungeteilte Aufmerksamkeit.

Am Abend ging es dann noch einmal an den Fjord zum Angeln und wir genossen die herrliche Aussicht mit untergehender Sonne.

Kreuz und quer und hoch hinaus

Nach dem Regen am Vormittag machten wir uns gegen Mittag viel zu warm angezogen, auf, Trondheim per ÖPNV zu erkunden. Selbstverständlich mussten wir dabei mit der einzigen Straßenbahn Trondheims und damit auch der nördlichsten Europas fahren. Und natürlich statteten wir dem an der Strecke liegenden Straßenbahnmuseum einen Besuch ab.

Weil es so schön war und wir ein Ganztagsticket hatten, erkundeten wir die Stadt weiter mit dem Linienbus. Dabei fuhren wir auch mit dem schicken 24-Meter-Bus.

Frau Reiseleiterin hatte den Besuch der nebeneinanderliegende Klapp- und Drehbrücke zeitlich so perfekt organisiert, dass wir Klappen und Drehen beobachten konnten. Im [Video] mit Zeitraffer.

Zum Abendessen ging es hoch hinaus ins Panoramarestaurant des Fernsehturms. Fantastischer Blick dank schönen Wetters.

Kirche mit Musik

Gut informierte Touris besuchen auch den Dom Trondheims. Der Nidarosdom ist die größte Kirche Skandinaviens, wie wir während einer kurzen Führung erfuhren. In den vielen hundert Jahren seines Bestehens brannte der Dom immer wieder ab und wurde auch ständig umgebaut. Seine wechselvolle Geschichte ist bei Wikipedia gut beschrieben. Der Olavsweg -ein Pilgerweg vergleichbar mit dem Jakobsweg- endet hier.

Nicht ganz zufällig hatten wir das Glück, einem 30-minütigen Orgelkonzert lauschen zu dürfen. Die imposante Hauptorgel ist eine stark modernisierte Steinmeier-Orgel. Ihr vollelektronischer Spieltisch steht frei und ebenerdig im Kirchenschiff. Den Klang der Orgel bewerten wir als exzellent.

Der nachmittägliche Regen trieb uns in eine Shopping-Mall und anschließend in eine Schlemmermeile, wo wir beim Abendessen den Anfang vom Ende der deutschen EM-Teilnahme auf einer riesigen Videoleinwand präsentiert bekamen.

Doch kein Lachs

Wir waren schon drauf und dran, uns ein Lachsfilet im Supermarkt zu kaufen, da wir nun endlich mal Fisch essen wollten. Doch das Blatt sollte sich heute Morgen wenden: eine wunderbare Makrele ließ sich von dem gestern frisch gekauften Köderfisch anlocken.

In Trondheim stand der Besuch der Street-Art-Gallery noch aus, doch leider sind die meisten Bilder inzwischen mit Graffiti übermalt. Das ist ja auch irgendwie Street-Art. Oder wir haben die richtige Stelle nicht gefunden.

Ganz in der Nähe unseres Wohnortes laufen wir an einem deutschen Bunker vorbei, der damals der Wartung von U -Booten diente. Nach dem Krieg hätte er nicht ohne größere Kolateralschäden im Umfeld gesprengt werden, also blieb er stehen und wurde zur weiteren Nutzung ausgebaut. [Wikipedia]

Statt Storsjön nun der Storsjøen

Wehmütig nahmen wir Abschied vom Fjord, seinen Fischen, Schiffen und der schönen Stadt Trondheim.

Die heutige Etappe bringt uns circa 200 km nach Süden. Da bleibt Zeit für Abstecher. Der Weg führte uns fast vollständig am Fluss Gaula entlang, einem Eldorado für Fliegenfischer. Eher zufällig fanden wir diesen hübschen Wasserfall und Spuren einer historischen Kupferschmelzhütte.

Das eigentliche Ziel des Abstechers war die Stadt Røros, eine ehemalige Kupfererzbergwerkstadt und heutiges Weltkulturerbe mit weitgehend erhaltenem Stadtkern.

Die Kupferschmelzhütte ist im Laufe der Zeit immer wieder abgebrannt und wurde nach der Schließung des Bergwerks als Museum wieder aufgebaut. Heute sind in ihr Reste der originalen Bausubstanz zu sehen und die Kupferherstellung wird mit Schautafeln und beweglichen Modellen anschaulich dargestellt. Die Modelle werden mit Wasser angetrieben. Die Schinderei für Mensch und Tier vor allem unter Tage lässt sich hier anschaulich erahnen.

Das Museum wird auch für Sonderausstellungen genutzt, aktuell für Illustrationen von Stian Tranung.

Nach weiteren 2 Stunden Fahrt durch den Regen erreichten wir unser kleines Häuschen am Storsjøen, einem See, der fast genauso heißt wie der See bei Östersund. Selbst im Dauerregen konnten wir die Schönheit der sich stetig wechselnden norwegischen Landschaft bestaunen: mal brauste der Fluss durch felsigen, dunklen Nadelwald, mal schlängelte er sich durch lichte Birkenwälder, mal konnten wir die Gipfel der Berge in den Wolken nur erahnen.

Heute mal nüscht

Die Legitimation zum Angeln gab es nach einem halbstündigen Spaziergang zum ortsansässigen Angelladen May & Fred‘s. Dort gibt es eigentlich alles, was man zum Überleben in der Wildnis so brauchen könnte, einschließlich Hundefutter und -spielzeug. Mit dem Angelerfolg wurde es dann aber nichts, das Wetter fuhr heute Achterbahn. Kurze sonnige Abschnitte ließen kurze Abstecher auf den See zu und wurden allzu schnell von heftigen Regenschauern abgelöst. Idylle pur bei Windstille.

Sobald aber Wind aufkam, wurde es im Boot schnell ungemütlich. [Video]

Wenn schon kein Fisch beißt, dann gibt es vielleicht im Wald was Schönes zu entdecken: Der Boden ist über und über mit leuchtender Rentierflechte bedeckt- ein wirklich bezaubernder Anblick. Und auch sonst grünt und blüht es überall.

Regen ist die Werbepause im Sonnen-TV

Heute war weniger Werbung als gestern. Doch zunächst noch ein schönes [Video] von gestern Abend nach Redaktionsschluss, bei dem man sieht, wie die Kälte auf den See kriecht. In Zeitraffer (dank neuem Stativ von BuA). Das Wetter kommt hier immer ziemlich überraschend und damit einhergehend der Stimmungswechsel des Sees. Gerade eben noch spiegelglatt, tanzen im nächsten Moment Schaumkronen auf den Wellenbergen.

Unser See ist ziemlich groß. Wir haben heute eine Tour von ca. 14 km mit Ruder- oder Motorantrieb gemacht und damit 1/6 des Sees erkundet. Nirgendwo Fische, die sich für unser reichhaltiges Ködersortiment interessieren. Vermutlich ist die Fliegenfischerei, welche von den vielen Klubs entlang des Zulaufs intensiv betrieben wird, hier das Mittel der Wahl. Geht nicht mit unserem Equipment.

Der nachmittäglichen Spaziergang brachte uns zum lokalen Supermarkt, der aber schon um 18 Uhr schließt. Blieb für uns nur das Eis von der Tanke gegenüber. Und die Frage, ob wir statt selbst gefangenem Fisch ein Stück Lachs holen, hatte sich damit auch erledigt. Zum Abendessen gab es dann Kartoffelsalat mit Spiegelei.

Eine interessante Entdeckung machten wir ganz in der Nähe:

Google Lens erkennt: Elchkötel. Und offenbar nicht so ganz alt.

Dauerwerbesendung

In der Nacht kurz vor drei Uhr war im Sonnen-TV noch Sendeschluss, aber es war wunderbar. Unsere Idee, die ganz frühen Morgenstunden für einen Ausflug auf den See zu nutzen, verhinderte allerdings unser schönes warmes Bett.

Als wir uns dann dennoch zeitiger als gewohnt aus den Federn pellten, lief draußen schon die Dauerwerbesendung: Regen, Regen, Regen. Alle Outdoor-Aktivitäten machen deshalb mit der Zeit keine rechte Freude und die Anglerweisheit, dass Fische im Regen besonders gut beißen, stimmt vermutlich nicht. Nur der Angler wird nass.

Bei den niedrigen Außentemperaturen erscheint das 15 Grad warme Wasser nicht so kalt, so dass wir wie auch schon in den vorherigen Tagen ein dann doch ziemlich erfrischendes Bad nahmen.

Die Alternative zum Angeln ist ein ausführlicher Spaziergang im Wald. Hier gibt es -anders als auf dem See- noch kleine garstige Mücken dazu. Aber es eröffneten sich neue wunderbare Ernährungsideen.

Oslo

Heute Morgen hatten wir das Gefühl, dass es draußen schon sehr warm ist. Bei der Abfahrt zeigte das Auto aber nur 16,5 Grad an… Wir wollen gar nicht an die 30 Grad zu Hause denken.

In Oslo hatten wir nur den Besuch des Fram-Museums geplant. Mit der frischen Tageskarte für die Öffis ging‘s per Metro in die Stadt.

Kern des Fram-Museums sind das Schiff Fram, seine Expeditionen sowie die Herren Fridtjof Nansen und Roald Amundsen. Auf letzteren sind die Norweger stolz wie Bolle, denn der Landsmann war der Erste am Südpol und hat auch das Schiff heil nach Hause gebracht.

Das Schiff selbst ist großartig konstruiert. Es übersteht, im Packeis eingefroren zu werden und ist gemacht, um mehrjährige Expeditionsfahrten zu unternehmen. Es wurde ursprünglich neben den Segeln mit einer Dampfmaschine ausgerüstet, welche 1910 durch ein Dieselaggregat ersetzt wurde. Elektrischer Strom für Beleuchtungszwecke wurde mit einem kleinen Windrad erzeugt und in Batterien zwischengespeichert. Das verbraucht keine Ressourcen.

Ein großes Problem bei so langen Fahrten ist die aufkommende Langeweile. Dem Schiffskoch kommt da natürlich eine besonders wichtige Rolle zu. Die Seeleute müssen gut ernährt, aber auch mit Spielen und besonderen Aufgaben abgelenkt werden. Auf Amundsens Reisen ist kein Seemann an Skorbut erkrankt. Seine Expeditionen sind erstaunlich präzise vorbereitet und geplant.

Im Museum befindet sich noch ein zweites Schiff, die Gjøa. Beide Schiffe sind begehbar und mit unzähligem Inventar ausgestattet.

Der Abend kam dann schneller als gedacht. Wir ließen uns durch die Innenstadt treiben und ernährten uns überwiegend ungesund, aber mit Freude. Oslo ist eine Stadt zum Wohlfühlen.

Auf Wiedersehen, Oslo

Mit etwas Wehmut betraten wir das Schiff. Den Vormittag hatten wir noch für letzte Einkäufe genutzt, nun saßen wir auf den Sonnendeck und erfreuten uns an der schönen Aussicht. Oslos Badestrände waren gut besucht und wir passierten Dyna Fyr. Ein Restaurant auf einer Insel. Oder vielleicht ein Gefängnis? Wer genau hinsieht, erkennt einen Insassen, der aus einem Fenster winkt.

Diesmal gab es mehr Action als auf unseren letzten Fahrten. Zunächst flog ein Rettungshubschrauber fast zum Greifen nah am Schiff vorbei und später donnerte ein Jetski durch unsere Wellen.

Den Abend verbrachten wir wie vorab gebucht im Restaurant und schlugen uns am Buffet die Bäuche voll. Fast zwei Stunden früher als wir es bisher gewohnt sind, ging die Sonne am Horizont unter. Zum Glück steuerbords, wo wir auch unsere Kabine haben.

Auf Wiedersehen, Norwegen!

Wir fahrn, fahrn, fahrn

…über Berlin.

Die Fähre entließ uns nach einer angenehm ruhigen Nacht pünktlich in Kiel. Dort gab es mehr Stau, als wir erwartet hatten. Aber es ist ja Sonnabendvormittag und die Menschen sind am Einkaufen. In einer nahegelegenen Bäckerei bekamen wir unsere Frühstücksbrötchen und die Fahrt konnte beginnen.

Die zeitigen Ferien in Sachsen und die späten Ferien in Berlin (dort ist noch bis Mitte nächster Woche Schule) boten die Gelegenheit, unsere fünf Berliner zu besuchen. Wir wurden herzlich empfangen und mit Kaffee und Leckereien vom Grill verwöhnt. Vielen Dank nochmal dafür.

Den Weg nach Hause fand das Auto dann fast von allein, ausräumen werden wir es aber erst morgen.

Was für ein erholsamer und schöner Urlaub.  Wir danken unseren fleißigen Helfern für die Versorgung von Haus und Garten und allen Lesern für ihr Interesse.

Kein Kommentar

…den ganze Urlaub wunderten wir uns, dass diesmal nicht ein Kommentar zu lesen war. Offensichtlich hat die App, mit der wir die Beiträge gestalteten, die Kommentarfunktion deaktiviert. Das war so nicht beabsichtigt.

Nachlese

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