Norwegen 2022

Anreise über Leipzig

Lea mit Babuschka

Nun – das zweite Jahr in Folge – ist es Tradition, die Reise in den Urlaub über Leipzig zu beginnen. Diesmal durften wir unsere Enkelin Lea begrüßen, die genau vor einer Woche das Licht der Welt erblickte. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging die Reise los nach Norden, wobei es schwerfiel, sich von dem kleinen, süßen Wesen loszureißen. Flensburg: 16 Uhr – sagte das Navi. Es wurde nach vielen kleinen Verzögerungen dann 18 Uhr. Uns ging es aber bestens und so entschieden wir, es so weit wie möglich in den Norden Dänemarks zu schaffen, sodass wir von da am Montag auf kurzem Weg die Fähre erreichen können und mit dem Sonntag einen entspannten Urlaubstag gewinnen. Spät am Abend kamen wir dann doch ziemlich geschafft in Versterhav-Camping an, wo wir vor 10 Jahren die ersten gemeinsamen Urlaubstage verbrachten. Inzwischen gibt es da gar keinen Service mehr und der Check-in erfolgt an einem Terminal über die Website. Die Bezahlung funktionierte nicht so richtig, so dass wir uns nur per SMS angemeldete haben. Mal sehen, ob und wann da eine Rechnung kommt.

Leider musste die Küche am Abend kalt bleiben, die Dichtung von unserem „Fauchi“- Kocher ist hinüber. Das hätten wir gut schon zu Hause probieren können und dachten so etwas beschämt: „dem Axel wäre das nicht passiert…“

Das Meer empfing uns schön aber unglaublich stürmisch [Video]. An Baden war da nicht zu denken. Der Zeltaufbau war dann auch etwas schwieriger.

 

 

Baumarkt in Dänemark- immer einen Besuch wert

Der nicht funktionierende Kocher hätte zur Folge, dass wir den vielen Fisch, den wir in Norwegen fangen wollen, roh essen müssten. Das ist nicht so ganz lecker, also suchten wir einen geöffneten Baumarkt.
Im dritten am Sonntag geöffneten „Jem und Fix“ erwarben wir dann einen neuen, kompletten Gaskartuschen-Kocher.

Einmal im Ort Stuer sahen wir uns auch dort gleich um. Am Hafen gab es allerlei Sommerbelustigung, z.B. einen Hüpfburg-Erlebnispark – sicher ein toller Spaß für Kinder. Und gleich daneben einen Eisladen. Auch für Erwachsene ein Spaß. Die zweitkleinste Größe ist immer noch sehr reichlich.
Schon fast im Gehen entdeckten wir ein kleines Eisenbahnmuseum. Die Leute dort waren sehr nett und erzählten in gutem Deutsch und sehr stolz viele Details zur Deutsch-Dänischen Eisenbahngeschichte. Das Museum selbst war recht rustikal und keinen zweiten Besuch wert.

 

Mit Speedy Gonzales nach Norwegen

Nach einem ziemlich zeitigen Aufstehen packten wir das nasse Zelt so schnell wie möglich zusammen und machten uns auf die dreistündigen Fahrt zum Hafen. Die geplante zeitliche Reserve brauchten wir nicht, so dass wir noch einen Abstecher an den Strand machen konnten, um unseren Kram nun ordentlich zu verstauen. Dann ging es pünktlich auf die Fähre und mit bis zu 50 Stundenkilometern nach Norden. Das ist schnell.
Wir hatten ein Buffet gebucht und hätten 4 Stunden lang warm und kalt essen können, alles ziemlich lecker mit schöner Rundumsicht, aber leider waren wir schon vorher satt.
Kristiansand, unser Tor nach Norwegen ist keine besonders schöne Stadt. Das Hotel liegt etwas auswärts, wir konnten an einem kleinen Strand schon baden und nebenan auch etwas angeln. Allerdings ohne Erfolg.

 

Erlebnisreise

Für unseren Weg nach Norden gab es zwei Optionen: an der Küste entlang oder durch das landschaftlich reizvolle Setesdal. Wir entschieden uns für die längere zweite Route. Das hat sich gelohnt. Die Natur geizte nicht mit ihren Reizen. Die Straße durch das lange Zeit abgeschiedene Tal schlängelt sich entlang des Flüsschens Otra und wundervoller Seen. Von dort führte der letzte Abschnitt (ca. 100 km) nach Stavanger im Westen auf über 1000 Meter Höhe vorbei an den letzten Schneeresten durch eine atemberaubende Landschaft. Im Winter ist diese Straße gesperrt, jetzt wird die ganze Gegend von unzähligen Schafen besiedelt, die keine Angst vor Autos haben und gern auch mitten auf der Straße rumliegen.

Der erste angesteuerte Campingplatz hat Platz für uns und unser Zelt liegt nun wenige Meter vom Meer entfernt [Link]. Lediglich die Temperaturen irritieren uns: statt der erwarteten 18 Grad sind hier 25. Das ist ungewöhnlich warm, aber gerade richtig, um sich am wunderbaren, steinfreien Sandstrand in die Wellen zu stürzen.


 

 

Mittendrin statt nur dabei

Von der Gewissheit umfangreicher Besucherströme zum Predigtstuhl ließen wir uns nicht abbringen, uns dort mit einzureihen. Unsere „Erwartungen“ wurden nicht enttäuscht: Menschenmassen quälten sich den Berg hoch und runter.  Hin und zurück jeweils 2 Stunden Wanderung über Stein und Stein für eine Aussicht mit Nervenkitzel. Zu unserer Verwunderung nahmen auch eingeschränkt gehfähige Menschen und andere mit Biolatschen den anspruchsvollen Aufstieg in Angriff.


Oben auf dem Berg sinnierten wir darüber,  dass die Schweizer hier schon längst eine Seilbahn gebaut und die Deutschen ein Geländer errichtet hätten und Eintritt per Drehkreuz verlangen würden. Glücklicherweise steht der Felsen in Norwegen. Da ist nur der Parkplatz teuer. Insgesamt aber ein empfehlenswertes Erlebnis, vorzugsweise jedoch nicht in der schwülwarmen Mittagshize bei 26 Grad.

 

Auf dem Heimweg starteten wir Europas erstem fast vollständig autonom fahrenden Bus [Level 4] einen Besuch ab und fuhren eine Runde mit ihm durch das stark belebte Stadtzentrum von Stavanger. Autonom fahren heißt in diesem Fall: ein Fahrer,  der immer mal eingreift und ein Techniker, der dem Fahrer erklärt,  warum der Bus gerade irgendwas gemacht hat.  Und wir – die einzigen Fahrgäste.  Der Bus fährt recht langsam,  da sind die gelegentlichen Vollbremsungen nicht so schlimm.  Aber insgesamt recht cool [Video]. Der Fahrer hat auch einen [youtube-Kanal].

Am Abend ging es natürlich an den Strand und wir brauchten endlich die warmen Sachen.

Entschleunigt nach Bergen

MItterweile hat uns das erwartete Wetter eingeholt: es regnete fast die ganze Nacht und der Morgen begrüßte uns bei trockenen 14 Grad. Wenigstens konnten wir das nasse Zelt im Trockenen einpacken.

Auf dem Plan stand die Fahrt nach Bergen, wo wir zwei Tage verbringen wollen. Das Navi verkündet fast 5 Stunden für gut 200km – inklusive zweier Fährfahrten. Entschleunigung pur. Da wir zudem recht zeitig unterwegs waren, entschieden wir uns, der Empfehlung des Reiseführers folgend das Städtchen Skudeneshavn auf der Insel Karmøy zu besuchen. Wir fanden, diesmal lag der Reiseführer falsch – der Ort war weder besonders schön, noch lebendig. Vielleicht hat ja die Corona-Zwangspause ihre Spuren hinterlassen. Aber zumindest die Landschaft der Insel war sehenswert.

Die weitere Fahrt nach Bergen verlief auf gut ausgebauten Straßen problemlos. Die Tunnel unter den Fjorden verlaufen kilometerlang sehr steil nach unten und ab der Mitte wieder genauso steil nach oben. Und manchmal mit Kreisverkehr im Tunnel. Das ist schon interessant. Auf der Fähre wiederum ist heftiger Wind. Wir mussten nie länger als 10 Minuten auf die Abfahrt warten.

Der Campingplatz ist an einem See hübsch gelegen, mit schönem Panaorama auf ein paar Berge. Allerdings ist hier der Boden durchweicht und wir haben etliche Autos im Schmodder versinken sehen. Der hauseigene Radlader zieht die Fahrzeuge aus dem Dreck und verfüllt die Spuren mit Kies. Wir haben das rechtzeitig gemerkt und einen eher trockenen Platz – allerdings nicht am See – gewählt.

stürmisch
Skudeneshavn

In den Bergen von Bergen

Was für ein Tag. Der Morgen begann später als gewöhnlich, denn wir wurden nicht vom für Bergen üblichen Regen geweckt. Das erste Highlight des Tages bestand aus zwei Flaschen französichem Wein, die wir von unseren französichen Platznachbarn vor deren Heimreise geschenkt bekamen. Da fängt der Tag gut an.

Nach dem Frühstück ging’s  mit den Öffis ca. 45 Minuten nach Bergen. Angesichts des strahlenden Sonnenscheins entschieden wir uns für eine Fjordfahrt zu Schiff. Leider waren wir nicht die einzigen, die mit dieser Idee an diesem schönen Tag in Bergen unterwegs waren: alle Abfahrten ausverkauft. Also besuchten wir den „Alten Fischmarkt“ und beschlossen, das gesparte Geld dort auszugeben. Allerdings waren wir noch vom Frühstück satt und wollten abends dort noch mal vorbei schlendern.

Nächstes Ziel: die Standseilbahn auf den Fløyen. Auch hier wieder Massen von Menschen, aber auch atemberaubende Aussicht mit tollem Fernblick. Oben auf dem Berg geriet der noch höhere Berg Ulriken ins Blickfeld, ausgestattet mit einer Seilbahn – da müssen wir hin. Und tatsächlich – die Aussicht war noch überwältigender. Wenn es mal wieder einen Bergen-Besuch geben sollte, wäre eine Wanderung in den Bergen von Bergen mit einzuplanen – zum Beispiel 5 Stunden vom Fløyen zurm Ulriken.

Was der Borkenkäfer nicht schafft, übernehmen die Ziegen.

Zurück im Stadtzentrum steuerten wir voll Vorfreude den Fischmarkt an und fanden dort ziemlich geplünderte Auslagen vor. Es gab aber noch Elchburger und Fischsuppe. Beides recht lecker. Zum Weltkulturerbe Bryggen gesellte sich Kultur aus der Welt (Amerika). Der uns unbekannte Brad Paisley spielt heute in der Stadt Country-Musik und dementsprechend liefen unglaublich viele Cowboyhut-Träger herum.

Pflastermüde und von der Sonne kräftig durchgeglüht, unterstützte uns die erste Flasche des überaus leckeren französichen Weins beim Formulieren obiger Zeilen.
Was für ein Tag!

Der Weg ist das Ziel ist das Ziel

Auf geht’s Richtung Ferienwohnung. Zeltabbau ohne Regen – und das blieb dann auch den ganzen Tag so. Wohl untypisch für Norwegen, aber auszuhalten. Nach Navi hatten wir drei Stunden mehr Zeit, die wir für einen Umweg nutzen konnten. Wir erweiterten den Weg von Bergen zum Sognefjord nach Balestrand über eine alte Straße durch das Gebirge – vom Reiseführer so empfohlen. Das hat sich mal wieder gelohnt: vorbei an Wasserfällen, herrlichen Aussichten und Schafen mitten auf der Straße.

Ein kurzer Eindruck, wie eng es dabei zuging im Video [Link]. Oder auf nachfolgendem Bild, bei dem der Kamerafrau kurzfristig übel wurde.

Für uns ging es rückwärts durch einen schmalen Tunnel zur nächsten Ausweichstelle, die wir uns mit Schafen teilen mussten.
Aber die Aussicht war es wert.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit erreichten wir die Ferienwohnung mit Blick auf den Fjord, in der wir uns sehr wohlfühlen werden.
Der erste Angelausflug brachte allerdings nur Ungenießbares. Rezepte gern in den Kommentaren.

 

Ach ja – vielen Dank für Eure Kommentare.

Norwegenwetter

Nun ist es da. So, wie es sich gehört: Es regnet bei 14 Grad mit nur wenigen Unterbrechungen. Einer weitläufig bekannten Anglerweisheit  – Fische beißen bei Regen besonders gut – folgend, ging es an den Fjord.

Die Bilanz des Tages: 3 Gummi-Köderfische mit abgebissener Schwanzflosse und zum Abendbrot marinierter Hering aus der Dose. Nicht zu vergessen das wundervoll anbwechslungsreiche Schauspiel von Farben, Wolken und Stimmungen am Fjord. Was für ein erholsamer Tag.

 

Fish and Ship

Das Norwegenwetter ist immer noch da: leichter Nieselregen, strahlende Sonne, heftiger Landregen – die zeitliche Abfolge und Dauer dieser drei Komponenten ist nicht vorhersehbar. Der häufige Regen machte allerdings jede Diskussion über mögliche Tagesplanungen oder gar – unternehmungen überflüssig, so dass ein Angeltag daraus wurde. Dem Köderfischschwanz-Abbeißer sollte dabei mit einem neuen Update, bei dem statt eines Schwanzes der Haken befestigt war, das Handwerk gelegt werden. Und siehe da- es klappte: Eine wunderschöne Makrele verbiss sich und lieferte uns ein wohlschmeckendes Abendbrot.

Wir machten es uns in unserer Hütte gemütlich, die triefenden Sachen trockneten vor dem kleinen Holzöfchen und auf dem Großbildschirm kam „Schiffe-gucken“. Und morgen soll es wieder regnen.

Nurwegenwetter…

…kann man ja nicht den ganzen Tag rumliegen.
Früher Uwe fängt den Fisch – leider nich! Ein ganz frühes Angeln noch vor dem angekündigten Regen war nicht erfolgreich.
In einer Regenpause schauten wir uns im renomierten Balestrand um. Bereits Wilhelm II. stieg hier ab. Vom Wasser aus sieht es ja ganz schick aus, aber nach hinten gehört eine betonierte Bausünde dazu.

Die kleine Stabkirche ist nicht so alt, wie sie aussehen soll, sondern nur ein Nachbau. Trotzdem ganz hübsch. Und mit dem Blick auf den Fjord lassen sich auch längere Predigten aushalten…

Ach ja – hier unser Blick in den Großbildfernseher (102 Zoll). Heute gab es aber ein Wiederholung (Kreuzfahrtschiff).

Wir haben übrigens noch ein Seestern-Rezept erhalten (mit Gurke, Zwiebel und Lachs). Dank an Rainer

 

Schönwettertouristen

Vielen Dank an die beiden Frankreich-Urlauber, deren Sonnengrüße heute angekommen sind!
Das Frühprogramm im Großbildschirm:

Heutiges Reiseziel: das wildromantische Jostedalen. Dort schmilzt Europas größter Gletscher Jostedalsbreen und seine Gletscherzunge Nigardsbreen kann man relativ einfach besuchen (das mit der Größe behaupten zumindest die Norweger). Vom Besucherparkplatz stolperten wir durch die Moränenlandschaft Richtung Gletscher. Schon überraschend, wie unbefestigt und hindernisreich ein offizieller Wanderweg so sein kann. Hin und zurück brauchten wir mit Pausen 5 Stunden für 14 km.

Infotafeln entlang des Weges vermitteln allerlei Wissenswertes. Die Ausstellung im Besucherzentrum ist sicher auch ganz schön.

Am Fuße des Gletschers bündelten sich die Besucherströme. Dennoch ein großartiges Erlebnis. Die Dimensionen passen nicht auf Fotos. Deshalb hier ein Video [Link].


Mit der Sonne versuchen wir auch den Erfahrungsschatz der Frankreich-Urlauber zu nutzen und gönnten uns eine Belohnung für die Anstrengung.
Und sonst noch: Auf manchen Baustellen ist hier auch Urlaub – „God Sommar“ – wie nett.

Auch interessant: Auf jedem Fleckchen am Sognefjord stehen Obstbäume. Das Klima scheint hier so mild zu sein, dass sogar Pfirsische angebaut werden.
Der abendliche Angelausflug brachte zwar die gewohnt schöne Aussicht, aber keinen Fisch.

Der Sendeschluss im Großbildfernseher:

 

 

Sonne satt – Füße matt(sch)

Da für heute ein weiterer Sonnentag angekündigt war, entschieden wir uns für eine Unternehmung per pedes. Bei der Auswahl ließen wir uns von Komoot beraten. Den Zuschlag bekam eine Runde auf dem Fossenstien, die eine mittelschwere Wanderung entlang vieler Wasserfälle versprach.

Spektakulär war schon die Serpentinenstraße auf das Gaularfjell. Als wir uns endlich nach oben geschraubt hatten, wartete eine Aussicht, die wieder nicht auf ein Fotonormalformat passte.

Auf der Wanderung in traumhafter Natur waren wir, im Unterschied zu gestern, über jeden Stein und jedes Stückchen Holz froh, die im matschigen Weg lagen [Video]. Der Boden war weitflächig wie ein nasser Schwamm. Der Weg führte durch nicht enden wollendes Heidelbeerkraut (ohne Heidelbeeren), über weiches, schmatzendes Moos, knorrige Wurzeln, an glasklaren Bergseen vorbei, aber eher nicht an den versprochenen Wasserfällen entlang. Die hörte man nur aus der Ferne rauschen.

Leider ging die von Komoot vorgeschlagene Runde nur zur Hälfte auf dem Wanderweg im Wald entlang, der Rückweg führte über die Straße, auf der sich 6 km in prasselnder Sonne ziemlich ziehen können.

Wie überall auf den Fjells sind auch hier die Schafe wie in freier Wildbahn zu Hause. Die Menschen hier zäunen nicht die Weiden ein, sondern ihre Häuser und sogar die Autos, um sie vor den Wolltieren zu schützen.

Den Abschluss unseres wundervollen Ausflugs bildete die Fahrt durch den 7,6 km langen Tunnel bei Hoyanger, bei dem man stetig bergab fährt. Auch irgendwie spektakulär.

Zu Hause gab es ein spätes Abendbrot mit einem schönen großen Lachsfilet aus norwegischer Aquakultur.

Fjordkreuzfahrt light

Den heutigen Ausflug haben wir unserem aufmerksamen Leser A. aus D. an der E. zu verdanken. Sein Tipp für Norwegenwetterbedingungen ist aber auch bei strahlendem Sonnenschein wunderbar. Ursprünglich waren wir der Ansicht, dass wir für Kreuzfahrten noch nicht das gewisse Alter erreicht haben, buchten aber dennoch eine Fjordrundfahrt von Kaupanger über Gundvangen nach Kaupanger, d.h. einmal als Fußgänger mit der Autofähre durch den Aurlands- und Naeroyfjord hin und zurück.

Die Fähre sollte 9:00 Uhr starten und wir kamen –  trotz großzügiger Zeitplanung – auf den letzten Pfiff an, haben aber gelernt, dass man hier schnell mal 1/2 Stunde für eine eigentlich nur 10minütige Fährüberfahrt verspielen kann. Auf dem Schiff blieben uns deshalb nur Plätze am Heck – aber, welch glückliche Fügung, die Fähre fuhr dann doch andersherum, als die Passagiere das dachten und wir hatten plötzlich Logenplätze! Sehr zugig und kalt zwar, aber wir waren im Gegensatz zu vielen anderen entsprechend gekleidet.

Die Fahrt wurde von Anfang an von einigen Möwen begleitet, die nur darauf warteten, irgendjemandem das Essen zu stibitzen oder die hochgeworfenen Bocken aufzufangen.

Und nur zur Landschaft: Eigentlich unbeschreiblich.


Der immer enger werdende Fjord wird von vielen Wassertouristen in Booten aller Art befahren. So sahen wir die „Fjordsafari“ mal aus der Nähe. Solche Boote mit unbeweglichen, wasserdicht verpackten grünen Insassen brettern nämlich auch zweimal täglich an unserem Angelsteg vorbei…bei jedem Wetter.

Da wir in Gudvangen als einzige gleich auf dem Schiff blieben, konnten wir eine kreative, wenn auch nur semioptimale Kamerahalterung installieren. Das Ergebnis ist ein kleiner Zeitraffer-Film zum Schmunzeln [Link]. Die Qualität ist noch nicht zufriedenstellend – wir kämpfen noch mit der Technik. Der Komponist zum Soundtrack ist übrigens Norweger. Kein Wunder, dass die Musik so schön ist.

Weil gestern so lecker, gab es heute noch einmal ein schönes Lachs-Filet aus der Kühltheke. Der Weg dahin war ja hoffentlich kurz. Morgen reisen wir weiter und verabschieden uns von dieser herrlichen Fjordlandschaft.

Barfuß im Schnee

Heute hieß es Abschiednehmen von unserer Hütte am Fjord. Da wir Zeit für einen Umweg hatten, empfahl uns unser netter Gastgeber die Route über das Sognefjell zu nehmen. Die Gelegenheit beim Schopfe packend, ließen wir uns auch gleich erklären, warum es so viele Elektro-Autos auf Norwegens Straßen gibt: 1. Das E-Auto ist auch hier ein Statussymbol. Zitat: „Der größere Tesla ist der bessere Tesla.“ 2. Die Strompreise waren in der Vergangenheit sehr niedrig (3! ct/kWh), sind aber in der Zwischenzeit auf Preise wie in Deutschland explodiert. 3. Die Regierung hat die Entwicklung durch Mautbefreiung für E-Autos gefördert, das inzwischen teilweise aber auch wieder zurückgenommen. Ist der Boom damit hier vielleicht bald beendet?

Die Straße über das Sognefjell gilt als eine der schönsten Passstraßen Norwegens und ist nur in den Sommermonaten befahrbar. Wir schraubten uns wieder auf engen Straßen Kurve um Kurve nach oben auf 1400 m und waren plötzlich in einer anderen Welt.

Hier oben liegt im Winter so viel Schnee, dass er jetzt, Ende Juli, noch immer nicht getaut ist. Auch die Gletscherzungen wirkten wieder zum Greifen nah.

 

Dieser Umweg hat sich in jedem Fall gelohnt. Auf der Weiterfahrt in Richtung Lillehammer kamen wir an einer Sagasäule vorbei, welche die Geschichte Norwegens dokumentiert. Davor hatten sich herrliche alte Wagen aufgereiht, die kurz vorher durchs Gebirge geknattert waren.

 

Picknick gab es heute mal mit Blick.

Die Ankunft in unserem neuen Ferienhäuschen am Sjosjoen war etwas ernüchternd: Ein riesiges Areal mit Ferienhäusern steht in einer Gegend, diie eher an das Kahleberggebiet erinnert. Im Winter steppt hier der Bär.

Kurioses vom Sjusjøen

Das erste Kuriosum des Tages waren die „Eierbecher“. Das erste Frühstück in unserem neuen Häuschen am Sjusjøen konnten wir draußen einnehmen, zwar mit Jacke, aber immerhin. Gern würden wir etwas Kühle und auch ein wenig vom einsetzenden Nieselregen in die Heimat schicken.

Die Landschaft in Seenähe sieht aus wie am Kahleberg und fühlt sich unter den Füßen so sumpfig an wie im Zinnwald-Georgengfelder Hochmoor. An den Bäumen, die so aussehen, als seien sie schon viele hundert Jahre ohne Leben, hängen kuriose Fetzen. Ursache oder Folge?

Zu unserer Sammlung kurioser Verkehrsschilder gesellt sich der „Wildwechsel-Skifahrer“. Auf dem Weg um den See wird der Wanderer jedoch freundlich gegrüßt.

Der sonst übliche Dauercamperwohnwagen mit VorZELT ist hier eher die Ausnahme. Kurioserweise verwendet der norwegische Wintercamper ein stabiles VorHAUS als Anbau für seinen Wohnwagen. Die Schneeschaufel steht auch im Sommer griffbereit. Man weiß ja nie…

Die Landschaftsgärtner in Vollzeit sind hier kurioserweise Schafe. Sie sind überall, treten allerdings nicht im Herdenverband, sondern in der Kleinfamilie mit alleinerziehender Mutter auf.

Hier ist scheinbar gerade Erdbeerzeit. Und die Moltebeeren, die wir während unserer Wanderung sammelten, reifen kurioserweise falschrum: rot = unreif, orange = reif. Aber irgendwie verstärken sie vermutlich die Wirkung des abendlichen Weins. Kurios.

 

 

Tag der Superlative

Heute stand ein Besuch in einem der ältesten Eisenbahnmuseen der Welt, dem nationalen Einsenbahnmuseum Norwegens, auf dem Programm. „Es zeigt eine einzigartige Sammlung der norwegischen Eisenbahngeschichte“ – heißt es bei Wikipedia.
Nun ja, wir hätten uns da mehr vorgestellt. Trotzdem schön eingerichtet und vieles vor allem für Kinder ansprechend präsentiert. Auch die Geschichtslehrerin kam auf ihre Kosten und erfuhr bisher Unbekanntes über die Verstrickung Norwegens und Schwedens im WK II.
Draußen fuhr eine Schmalspurbahn ca. 1000 Meter nach Fahrplan und mit gelochter Fahrkarte vor und zurück. Die Lok dazu wurde vor über 100 Jahren in Chemnitz gebaut.


 

Das nächste Superlativ bestand im Angeln im Mjøsa, dem größten See Norwegens. Er ist 117 Kilometer lang und bis zu 449 Meter tief. Und das Beste – er ist kostenlos zu beangeln. Leider waren aber scheinbar auch keine Fische drin. Auch hier wäre ein Boot wieder sinnvoll gewesen.

Wir sind ja hier in einem Wintersportgebiet – und bekanntlich werden die Sieger im Sommer gemacht. So einige von ihnen nutzen die Landstraßen, die ohnehin sehr schmal sind und auf denen die Autos bis zu 80km/h fahren, zum Training. Berg hoch und runter. Dazu ein kurzes Video [Link].

Olympiafieber im Regen

Da der Tag mit erfrischenden 8 Grad beginnen wollte, konnten wir uns noch einmal umdrehen und nach einem gemütlichen Frühstück eine passende Wanderung heraussuchen. Die Entscheidung fiel auf „936 Stufen“. Diese sind an der Olympia-Schanzen-Anlage von Lillehammer auf dem Kanthaugen zu finden. Obwohl die Olympiade von 1994 nun doch schon einige Jährchen zurückliegt, ist sie im Stadtbild sehr präsent. Die Sportstätten werden auch heute noch rege genutzt und bei unserer Wanderung kamen uns keine Wanderer, sondern nur Jogger entgegen.
Da wir aber langsamer unterwegs waren, hatten wir Augen für rechts und links des Weges und fanden reiche und unwiderstehliche Blaubeervorkommen vor. Die vorhandenen Transportbehältnisse beendeten zu früh die Sammelwut.

Oben angekommen, bot sich ein schöner Blick auf Lillehammer und entlang der 936 Stufen nach unten interessante Einblicke in die Schanzenanlage. Hier also hat der „Floh aus Oberwiesenthal“ Gold geholt. Hut ab! Ein langsam einsetzender Regen sorgte mittlerweile für Ungemütlichkeit.

 

Am Schanzenauslauf beobachteten wir eine jugendliche Trainingsgruppe beim intensiven Aufwärmen und hofften, vielleicht sogar ein Springen auf der Sommerschanze zu erleben. Unsere Geduld wurde belohnt: Wir sahen ein paar Sprünge [Video]. Da das so schwer gar nicht aussah, probierte Uwe sich in gemischter – klassischer Technik. Vermutlich setzt er damit einen neuen Trend.

 

Der Tag klang in unserem gemütlichen Holzhäuschen kulinarisch vitaminreich und mediterran aus.

 

 

Dann eben Beeren

Der Tag begann mit Schellerhau-Wetter und kläglich blökenden Schafen, die sich im dichten Nebel offenbar verloren hatten. Wir blieben mangels Sonne länger im Bett und begannen den Tag mit einem gemütlichen Frühstück. Gegen Mittag wurde das Wetter besser und wir beschlossen, uns am Mjøsa-See nach einer Angelmöglichkeit umzusehen. Auf dem Weg dahin sahen wir, dass es in der Gegend nicht nur freilaufende Schafe, sondern auch Kühe gibt. Und scheinbar keinen Wolf.


Der Platz am See war nach wenigen Versuchen gefunden. Eine Angelstelle am Ufer mit angrenzendem Wald mit Himbeeren und Blauberren. Win-Win sozusagen. Die Aufgaben waren schnell verteilt.
Am Nachmittag zog ein kräftiger Regen an der anderen Seeseite vorbei, bei uns tröpfelte es nur. Die inzwischen 20 Grad Außentemperatur erschienen uns so warm, dass wir im See Abkühlung suchten. Allerdings nur kurz. Das Wasser war dann doch recht kalt.

Gut erfrischt machten wir uns auf den Weg, Gelierzucker zum Marmeladieren der reichen Ernte einzukaufen. Einen gefangenen Fisch mussten wir auch heute wieder nicht verarbeiten. Aber das war im Netz auch zu lesen, dass im Mjøsa eigentlich nur mit Boot erfolgreich zu angeln ist. Stattdessen kauften wir wieder Lachs.

Zeit für einen Umweg

Unser Ferienhäuschen verabschiedete uns heute mit friedlichem Schafgebimmel und strahlendem Sonnenschein. Für die eigentlich kurze Fahrt nach Oslo hatten wir ein paar Stunden Zeit für einen Umweg. Der führte uns fernab der Autobahn auf einer ruhigen Landstraße geradewegs ins Norwegische Waldwirtschaftsmuseum. Wir fanden nicht nur Norwegens Tierarten in ausgestopft vor, sondern eine ausgesprochen umfangreiche und weitläufige Sammlung zu den großen Themen Wald und Waldbewirtschaftung, Jagd und Fischfang. Toll aufbereitet und oft sogar mit deutschen Erklärungen.

Kürzlich erwähnten wir in unserem Blog das Thema Wolf und Schaf. Auch das wird im Museum thematisiert. Gegenwärtig ist der Wolf auch in Norwegen geschützt. Über Maßnahmen der Bestandsregulierung wird diskutiert.

Und Männerspielzeug war auch dabei…

Im moderaten Eintrittspreis enthalten war sogar noch ein zweites Museum: das Glomdalsmuseum – eine Art Volkskunst- und Freilichtmuseum mit riesigem Außengelände. Aus Zeitgründen mussten wir den Rundgang durch die originalen Höfe und Hütten etwas beschränken. Aber insgesamt ein wirklich lohnender Umweg.

In Oslo regnet’s bei 15 Grad.

Sonniges Finale

Oslo-wir kommen! Um die am Vorabend erworbene Museums-Flatrate möglichst gut auszunutzen, begann unser Tag mit einem reichhaltigen 8-Uhr-Frühstück. Die Öffis brachten uns mit der Museumskarte schnell und kostenlos in die Innenstadt.
Die neu gebaute Oper (500 Mio €) versprach preisgekrönte Architektur auf Weltniveau. Wir sind zwar nicht die Fachleute, empfanden das aber nicht ganz so, sondern eher kühl und leblos.

Obwohl 4 Kreuzfahrtschiffe in der Stadt lagen, wirkte die Stadt noch nicht überfüllt.

Unser erstes künstlerisches Highlight war das ebenfalls neu errichtete Munk-Museum. Ein toller Bau, inklusive der Toiletten.

 

Eigentlich kannten wir nur den „Schrei“. Das Bild gibt es in 3 Varianten, wobei aus konservatorischen Gründen immer nur ene gezeigt wird. Wir hatten Glück und sahen die bunte Variante. Edvard Munks Leben war alles andere als einfach – vor diesem Hintergrund lassen sich die düsteren und expressiven (O-Ton Uwe: durchgeknallten) Bilder besser einordnen.

Nur wenige Arbeiten wirken lebensbejahend, die waren dann aber auch mächtig groß. 

Das Museum beinhaltet auf vielen Etagen verschiedene Sammlungen – wir hätten durchaus mehr Zeit darin verbringen können. Überraschend begegnete uns eine kleine Käthe- Kollwitz-Sammlung, einige Picassos und die deutschen Expressionisten um die Dresdner Brückekünstler.
Ein paar Säle weiter gab es nochmal den Schrei – diesmal vom Popart-Künstler Andy Warhol „ausgemalt“.

Mit den Öffis ging es weiter zur 2.Station, dem Technischen Museum. Das war eine Mitmach-Ausstellung für große und kleine Jungs. Viele Exponate in den Bereichen Kommunikations- und Computertechnik, Verkehr, Maschinenbau begeisterten zumindestens 50% der Teilnehmer. Die andere Hälfte langweilte sich aber auch nicht.

Wer was zur meditativen Entspannung sucht, kann es mal mit den Videos der Kugelbahn versuchen:  [Video1] und [Video2]

Die Fahrt zur 3.Station ging mit der Metro auf den Holmenkollen zum Holmenkollenbakken. Die Schanze ist nach eigenen Angaben die meistbesuchte Touri-Attraktion Norwegens. Ganz hoch kommt man nur nach einem obligatorischen Besuch des ältesten Skimuseums der Welt, in das es neben Ausrüstungsgegenständen der Amundsen-Expedition zum Südpol auch die Skier von Ole Einar Björndalen geschafft haben. Der im schneelosen Flachland sozialisierte Teil der Teilnehmer fand die Ausstellung so lala, der andere Teil war fasziniert. Der Ausblick von oben auf die grüne Stadt Oslo war schon sehr eindrucksvoll. Etwa 80% der Stadtfläche sind unbebaut. Da die Zeit drängte, sparten wir uns das Anstellen an der Zip-Line, sondern nahmen den Fahrstuhl nach unten. 🙂

Unser letztes Panoramabild von diesem wundervollen Urlaub.

Die Museen schließen hier schon am frühen Nachmittag um 18 Uhr, deshalb war die nächste Station ein Skulpturenpark. Ein Teil der Reisegruppe fand großen Gefallen an den natürlich wirkenden, wohlgeformten Körpern in mitunter freizügigen Darstellungen. Der beruflich geschichtlich vorbelastete Teil der Gruppe zog unwillkürlich Parallelen zur Darstellung des idealisierten Körpers in den 30erJahren des 20.Jahrhunderts und schließt sich der Meinung des Reiseführers an, der diese Ausstellung durchaus umstritten findet. Im Zentrum der Anlage findet sich ein hoher Turm aus aufgeschichteten Leibern. Der Sinn erschließt sich uns nicht.

 

Am Abend ließen wir uns in die Innenstadt treiben, schauten Schiffen und feiernden Menschen zu und waren überrascht, wie belebt und quirlig die Stadt plötzlich sein konnte. Völlig platt, aber voll schöner Eindrücke kehrten wir spät am Abend in unser Hotel am Sogsvann zurück. Aus diesem Grund erscheint dieser Beitrag auch erst mit Verspätung.

Kreuzfahrt-Fähre

Wie schnell sind doch die drei Wochen vergangen. Heute geht es nach Hause. Obwohl es in Oslo noch viel anzuschauen gäbe, verbrachten wir noch 2 ruhige Stunden in herrlicher Natur am See. Auf dem Weg zur Fähre verfuhren wir uns in Oslos Straßengewirr ein wenig- mit den Öffis ist Oslo einfacher.

Nun sitzen wir aber hier auf dem Sonnendeck einer riesigen Fähre, die schon Kreuzfahrtschiffcharakter hat und genießen die Ausfahrt durch die Fjorde.

Aufgrund unserer guten Erfahrungen mit der vorab gebuchten gastronomischen Betreuung an Bord war das auch diemal Bestandteil der Reise. Das Büffet entsprach dem Kreuzschiffcharakter der Fähre und das ging schon beim sanften Geklimper des Live-Pianisten los. Im Gegensatz zu den beiden Frankreich-Urlaubern war es uns nicht möglich, das Essen zu fotografieren, deshalb hier als Gedächtnisprotokoll der Sachen, die auf unseren Tellern gelandet sind.

Beilagen: Ofenkartoffeln, Pommes, Flatbrød, TUC-Keks
Gemüsebeilagen: Brokoli, Oliven, Wurzelgemüse gegrillt
Fisch: Lachs gedünstet, Lachs geräuchert, Thunfisch roh, Krabben in Öl, Krabben in Mayo
Fleisch: Rindsgulasch, Rinderbraten, Elchsalami, Lammkeule getrocknet, Roastbeef
Salate: Rucola-Salat, Schweizer Salat
Käse: Camembert, div. Schnittkäse, Edelschimmelkäse
Obst: Weintrauben, Ananas, Honig- und Wassermelone
Toppings: kandierter Ingwer, Nüsse in Honig
Desserts:Eis (Vanille, Erdbeer, Pistazie), Schlagsahne, Beerenkompott, Preiselbeercreme, Zitronentorte (Empfehlung des Konditors), Mandeltorte (IKEA), Karamelpudding
Getränke: Bier, Apfelschorle, Kaffee

Nicht gegessen haben wir die reiche Auswahl aller möglichen Schalen- und Krustentiere – aus Unkenntnis der Technik.

Wir betonen dabei jedoch ausdrücklich, alles nur gekostet zu haben, Häppchen, sozusagen. Naja, oder Happen. Dass der Rückweg zur Kabine eher torkelnd als geradlinig verlief, war ausschließlich auf den  Wellengang zurückzuführen.

Alle Wege führen nach: Leipzig

Die Fähre schuckelte uns in einen erholsamen Schlaf. Der war nach dem „kleinen“ gestrigen Abendessen auch nötig. Details kann man im aktualisierten Blogbeitrag lesen.

Kiel

Am Morgen lasen wir die überraschende Nachricht unserer planmäßig in Leipzig gestrandeten Frankreichreisenden, ob es nicht möglich sei, über die Messestadt nach Hause zu fahren. Durch die wegen des 9€-Tickets überfüllten Züge wird die Fahrradmitnahme ungewiss. Prima, denn so konnten wir das Enkelchen besuchen und uns über seine Entwicklung freuen. Und was für eine glückliche Fügung, dass die Routen der Frankreichreisenden und unsere nach Leipzig führten.
Die Zeit verging viel zu schnell und schon mussten wir dran denken, die Kinder und ihr Gepäck ins Auto zu stopfen. Passte.

Der Tradition entsprechend ließen wir den Urlaub bei einem mäßig gesunden, aber sehr leckeren Abendessen in unserer Lieblingskneipe ausklingen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Lesern, die uns bei diesem Urlaub begleitet haben und ganz besonders bei Sabine und Axel, unseren Heinzelmännchen für Haus und Garten.

Nachlese

Unsere Route (alle Verkehrsmittel): openrouteservice.org

…davon mit dem Auto 4558km (237Liter = 5,2 l/100km)

 

Unsortiert:

– mit Wohnmobil wird es -vor allem im Süden- ohne Reservierung wohl nichts

– Fernglas wäre gut gewesen

– Wanderdstöcke schaden auch nicht

– Angeln ist ohne Boot nur halb so schön

– Toiletten sind hier überall kostenlos und sauber

 

 

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