Fränkische Schweiz 2022

Im Regen rübergemacht

Die Anreise in unseren Herbsturlaub ist erfreulich kurz. Wir starteten nach dem Mittagessen – im Dauerregen. Ab Hof – im Westen also- war es dann schön.
Unser Urlaubsziel ist Gößweinstein in der Fränkischen Schweiz in Oberfranken. Das Wappen von Oberfranken enthält Elemente unserer heimischen Flagge – und Wikipedia kann das erklären.

Zur Ankunft war es noch hell und wir erkundeten gleich die Umgebung – boofen geht hier nicht, denn die ganzen Höhlen sind permanent von irgendwelchen Heiligen belegt. Gegenüber der Ortskirche darf man die heilige Dreifaltigkeit besuchen.

Im Restaurant vor der Haustür gabs dann einen halben Hahn (kein Hendl oder Broiler) mit Pommes und eine Brizza (Bayrische Pizza mit Laugenteig und Würstchen)

 

Fränkischer Schweizer Käse

Die Felsen hier sind zerlöchert wie ein Schweizer Käse. Von klein bis ganz groß. Die großen Löcher heißen Felsentor und werden vom Reiseführer entsprechend empfohlen.

Die Sonne meinte es gut mit uns und tauchte die Landschaft in ein herrliches Licht. Kein Regen und gefühlt 20 Grad – das lassen wir uns gefallen.

Auch die hiesige Gastronomie trifft unseren Geschmack und wir besuchten unseren Nürnberger Studiosus in einem von ihm ausgewählten wunderbaren Restaurant. Lecker.

Im Blätterrausch

Das schöne Wetter war die beste Einladung, wieder wandern zu gehen. Die Sonne war schön, aber nicht allein:
Der Wind ließ das Laub von den Bäumen tanzen – ein schöner Spaß, den wir im Video festhielten.

Unser Tagesziel war das Felsendorf Tüchersfeld, in dem steinalte Felsen malerisch mit dem Dorf verschmelzen. Vom dazugehörigen Aussichtspunkt gibt es gemäß Reiseführer einen atemberaubenden Blick ins Tal. Na ja, schön, aber wir atmen noch.

Der Heimweg führte wieder an zerlöcherten Felsen vorbei und ein wunderbarer Steinpilz konnte sich nicht dem scharfen Blick der Sammlerin entziehen.

Die mitten im Ort und damit auch von unserer Unterkunft gut sicht- und hörbare Kirche war geöffnet, so dass wir einen Blick hinein riskierten. Generationen von Wallfahrern haben einen unglaublich prunkvollen und mit Gold und Figuren ziemlich überladenen Ausbau finanziert. Neben dem Hochaltar hat die Basilika Gößweinstein acht Seitenaltäre. Es besteht Fotoverbot, so dass obige Bilder aus den Weiten des www stammen.

Die Kirche bimmelt werktags ab 7 Uhr, aber dafür gibts hier keinen Verkehrs- oder Fluglärm.

In Teufels Höhle

Der angekündigte und auch eingetroffene Ganztagesregen setzte eine wetterunabhängige Unternehmung auf die Tagesordnung. Wir besuchten die Teufelshöhle Pottenstein.
Eintritt nur mit Führung, das war aber auch ganz gut. In der Höhle waren zunächst Spuren früherer Höhlenbewohner sichtbar.

Der Rundgang mit gut 400 Treppenstufen führte aber auch an unglaublich schönen jahrtausendalten Gebilden vorbei.

Hicks

Dampfloks dürfen nicht fehlen

Den Abschluss unserer Herbstreise läutete am frühen Sonntagmorgen die benachbarte Wallfahrtskirche ein. Werktags beginnt das Gebimmel um sieben mit vier leisen Glockenschlägen und danach mit sieben etwas lauteren Schlägen. Das stört schon beim Ausschlafen. Wir hatten die Hoffnung, zumindest am Wochenende etwas länger schlafen zu dürfen. Schon am Sonnabend ging das nicht, da wurde wie üblich um sieben gebimmelt.
Doch der Sonntag muss ja wohl irgendwie die Krönung sein: 6 Uhr 48 setzten alle verfügbaren Glocken zu einem unglaublichen Lärm ein – das klang nicht schön, sondern war einfach nur laut. Beispiel gefällig? Lautsprecher ganz auf und das Video vom Vortag ansehen!

Fast direkt auf dem Heimweg liegt das Deutsche Dampflokomotiv-Museum. Ein feines Museum mit jeder Menge Loks und einer kleinen Modellbahnanlage.

Auf der Modellbahnanlage ist die in direkter Nachbarschaft befindliche Schiefe Ebene dargestellt. Die dreistündige Wanderung entlang des Eisenbahnlehrpfades unternehmen wir mal später.

Eine Besonderheit im Außenbereich ist die Segmentdrehscheibe. Der Anblick irritiert etwas, das ist aber eine gute Lösung, um bei wenig Platzverbrauch viele Tore im Ringlokschuppen unterzubringen.

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