Bernina nach Scuol
Schon am frühen Morgen, 08:52 Uhr, fuhren wir mit dem Linienbus zum Bahnhof. Besser gesagt, wir ruckelten uns im Stau durch die verstopften Straßen. Wieder einmal waren wir froh über unsere Art des Reisens. Das Frühstück im Hotel war sehr lecker angerichtet, Uwe isst jetzt Müsli mit Joghurt -eine Sensation! Kurz vor 10 fand sich eine illustre Reisegruppe am Abfahrtsstand des Bernina Busses ein -wieder einige Asiaten, aber auch Deutsche. Nicht ganz pünktlich, aber ganz gut gefüllt ging es auf ins italienische Tirano. Erst am Luganer, dann am Comer See entlang und die letzte Strecke entlang hoher steiler Weinberge des Veltlins. Von Tirano sahen wir nur die Piazza voller Imbissrestaurants und Touris. Wir sparten unsere Euros und warteten auf dem Bahnsteig auf die Abfahrt des Bernina-Expresses. Auch hier hätte man mit dem normalen Linienzug fahren können. Wie der Reiseführer schrieb: man hat ständig das Gefühl, zu viel bezahlt zu haben… Diesmal gab es für alle Panoramafenster, eine gut verstehbare Erklärung während der ganzen Strecke und einen sehr erfrischenden Stewart Alex, der Kaffee für 4,50 Franken, Espresso, Grappa und Engadiner Nusstorte an die Gäste bringen wollte. Der Grappa ging ganz gut… Die Fahrt fing schon spektakulär an, als sich der Zug über mehrere Kreisel in kürzester Zeit in schwindelerregende Höhen schraubte. Unglaublich tolle Aussichten eröffneten sich uns. Der Berninapass ist über 3000 Meter hoch, wir passierten zum Beispiel die Wasserscheide von Schwarzem und Adriatischem Meer, fuhren an einem Gletscher vorbei und oft unglaublich nah am Abgrund. Die Zeit verging wie im Flug, kein Vergleich mit dem Gotthardexpress und allem, was wir vorher gesehen haben. Diese Reise kann man nur weiterempfehlen. Übrigens fuhren wir zum ersten Mal mit einer in der App gekauften Fahrkarte. Das letzte Stück unserer Tagesetappe von Sankt Moritz über Samedan nach Scuol. Dort fanden wir recht schnell unsere Ferienwohnung im Ferienpark Tulei -einem terrassenförmig angelegten Haus am Südhang. Der Vermieter war sehr aufmerksam, freundlich und Gentleman-like- und die Wohnung erst: spitze! Ganz schick, hochwertig und modern eingerichtet, mit einem sagenhaften Blick vom Balkon. Hier würden wir es gut ein paar Tage aushalten, so viel stand fest. Zum Abend gab es noch ein bisschen Brot mit Wein und recht bald ein weiches Bett.




HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR