Nordwärts
Hier noch Impressionen von unserem gestrigen Campingplatz – wir lagen dann doch eher in der Koje als die Sonne.


Nach einem schönen Frühstück in der Sonne und ein paar Versuchen folgenlosen Köderbadens machten wir uns wieder auf den Weg. Das nächste Ziel soll die Vogelinsel Runde an der Westküste sein – an einem Tag jedoch nicht zu erreichen. Nun stand also erst einmal die Frage, für welche der attraktiven Strecken wir uns entscheiden sollten. Wir wählten die E39, auch, weil unsere Gefährt gut ausgebaute und etwas breitere Straßen mag. Es ist schwierig, viel Sehens- und Besuchenswertes am Weg links oder rechts liegen zu lassen. Aber manches nahmen wir auch mit, wie z.B. den Huldefossen-Wasserfall…






oder einen Skulpturenpark in Byrkjelo. Bei manchen Exponaten fragten wir uns schon, ob das Kunst ist oder weg musste. Und so rollten wir bei wunderschönem Wetter durch sagenhafte Landschaft, die Stunden vergingen im Flug.
Unseren Übernachtungsplatz fanden wir östlich von Nordfjordeid am Hornindalsvatn. Das ist mit 514m Europs tiefster Binnensee. Zum Abendbrot gab es Lachs aus dem Supermarkt in Abendsonne.
Uns fielen auf dem Weg sehr viele Fischfarmen auf. Hier im See zu angeln, verwarfen wir allerdings recht schnell beim Lesen der Hinweisschilder auf dem Campingplatz: Hier grassiert nämlich Gyrodactylus salaris, ein gefährlicher Lachsparasit, der die Bestände arg bedroht. Das verwendete Angelequipment, aber auch Boote und Paddel müssen vor dem Einsatz in einem anderen Binnengewässer desinifiziert werden. Von gefangenen Fischen müssen einzelne Schuppen per Post eingesandt werden. Da soll noch jemand sagen, Angeln in Deutschland sei kompliziert…


Übersetzt:
Die staatliche Verwaltung hat allen Lachs- und Wolfsbarschfängern geraten, von allen Fischen über 0,5 kg Schalenproben zu nehmen. Die Muschelprobenentnahme wird von Rådgivende Biologer AS organisiert.
Schalentiere sind für die Fische „Reiseschriftsteller“ und geben viele Informationen preis. Man kann sehen, wie alt der Fisch war, als er aus dem Fluss kam, wie viele Jahre er im Meer war und man kann die Länge des Fisches in verschiedenen Altersstufen berechnen. Das Lesen der Schale ist die einfachste Methode, um zwischen wilden und wilden Lachsen zu unterscheiden. Schalenproben können auch für genetische Analysen verwendet werden.
Die Schalenprobe ist seitlich am Fisch oberhalb der Seitenlinie zwischen Rücken- und Fettflosse zu entnehmen (vgl. Abbildung). Zuerst den Schleim mit einem Messer abkratzen, das Messer abwischen und anschließend mit der Messerklinge in Richtung Vorderseite des Fisches schaben. Wenige mit vielen Muscheln, mindestens 20 Stück. Stechen Sie die Messerklinge in den Schildumschlag, klemmen Sie den Umschlag fest an das Messer und ziehen Sie das Messer heraus. [..]
Achtung! Halten Sie die Muschelhülle luftig, damit die Probe gut trocknen kann.
Wir brauchen Schutz vor möglichst vielen Fischen, sowohl vor Wildlachsen, Updrett-Lachsen, Meerforellen, Regenbogenforellen als auch Pukke-Lachsen. Wenn Sie markierte Fische finden, müssen auch diese Fische beprobt werden. Gleichzeitig müssen die Informationen zur Markierungsnummer an die zuständige Behörde (auf der Markierung angegeben) zurückgesendet werden. Beachten Sie auch die Etikettennummer auf dem Muschelumschlag. Nutzen Sie für solche und weitere Beschriftungen ggf. die Rückseite des Umschlags.
[…] www.radgivende-biologer.no

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