Oslo
Heute Morgen hatten wir das Gefühl, dass es draußen schon sehr warm ist. Bei der Abfahrt zeigte das Auto aber nur 16,5 Grad an… Wir wollen gar nicht an die 30 Grad zu Hause denken.
In Oslo hatten wir nur den Besuch des Fram-Museums geplant. Mit der frischen Tageskarte für die Öffis ging‘s per Metro in die Stadt.


Kern des Fram-Museums sind das Schiff Fram, seine Expeditionen sowie die Herren Fridtjof Nansen und Roald Amundsen. Auf letzteren sind die Norweger stolz wie Bolle, denn der Landsmann war der Erste am Südpol und hat auch das Schiff heil nach Hause gebracht.






Das Schiff selbst ist großartig konstruiert. Es übersteht, im Packeis eingefroren zu werden und ist gemacht, um mehrjährige Expeditionsfahrten zu unternehmen. Es wurde ursprünglich neben den Segeln mit einer Dampfmaschine ausgerüstet, welche 1910 durch ein Dieselaggregat ersetzt wurde. Elektrischer Strom für Beleuchtungszwecke wurde mit einem kleinen Windrad erzeugt und in Batterien zwischengespeichert. Das verbraucht keine Ressourcen.


Ein großes Problem bei so langen Fahrten ist die aufkommende Langeweile. Dem Schiffskoch kommt da natürlich eine besonders wichtige Rolle zu. Die Seeleute müssen gut ernährt, aber auch mit Spielen und besonderen Aufgaben abgelenkt werden. Auf Amundsens Reisen ist kein Seemann an Skorbut erkrankt. Seine Expeditionen sind erstaunlich präzise vorbereitet und geplant.






Im Museum befindet sich noch ein zweites Schiff, die Gjøa. Beide Schiffe sind begehbar und mit unzähligem Inventar ausgestattet.
Der Abend kam dann schneller als gedacht. Wir ließen uns durch die Innenstadt treiben und ernährten uns überwiegend ungesund, aber mit Freude. Oslo ist eine Stadt zum Wohlfühlen.

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