Kontraste

Nach der gestrigen Angel-Nullrunde wollten wir eigentlich heute nicht mehr auf den See. Die Vermieterin würde sich aber sehr freuen, wenn wir mit dem Fischradar die Tiefe des Sees hier und da mal messen könnten. Also verbrachten wir den Vormittag mit wissenschaftlichem Auftrag im Ruderboot. Bei Sonne und bei Regen. An der Angel durfte ein anderer Köder als gestern mitreisen und der brachte uns zwei prima Barsche fürs Abendessen. Und einen zu kleinen Hecht, den wir wieder freigelassen haben.

Unsere Recherche ergab übrigens Wassertiefen bis zu 12 Metern. Die Kühe badeten -anders als gestern- inzwischen im 17 Grad warmen Seewasser am Gänsestrand. Nur der Wind in dieser Gegend ist immer noch ziemlich kräftig. [Video]

An Nachmittag machten wir uns auf zu einem Ausflug an die Ostküste: nach Smögen. Das war ein Tipp unserer Vermieter.

Der Ort ist klein und laut. Unglaublich viel Trubel, eine große Partymeile vor allem junger und scheinbar gutbetuchter Schweden und Norweger. Eine Yacht reiht sich im Hafen an die andere, teilweise mehrreihig geparkt. Schön ist anders und deckt sich mit unseren Erfahrungen von [2018] ganz in der Nähe. Heute hat zudem der ortsansässige Bootshändler eine Feierlichkeit und dazu offenbar auch Boote eingeladen, die unglaublich schnell sind, aber auch einen Höllenlärm verursachen, wenn sie draußen zwischen den kleinen Booten durchbrettern. Dazu ein kleines [Video], die Windgeräusche sind hier allerdings noch lauter. Also: Smögen muss man mögen -aber wir mögenS nicht. 😊

Ganz im Kontrast dazu ist der Blick auf die Schärenlandschaft. Gleich hinter dem Hafen gibt es ein paar Felsen zu erklimmen und es bietet sich ein schöner, aber auch bizarrer Blick.

Kulinarisch haben wir die nächste Eis-Stufe erklommen: Nötbomb oder Knäckbomb. Das ist ein Becher mit Kugeleis, darüber Schokosauce, dann Softeis und zum Schluss ein Topping aus Nuss-Splittern oder Krachstreusel. Insgesamt recht süß.

Für alle Fans amerikanischer Oldtimer wäre unser Ausflug an die Westküste ein Fest gewesen, denn scheinbar fand ein Treffen dieser Amischlitten- Besitzer genau dort statt. Uns begegneten jedenfalls eine Menge top gepflegter und blitzblank polierter Gefährte diese Art, auffallend häufig von langhaarigen Blondinen gesteuert. Unser Vermieter bestätigte, dass vor allem in den langen dunklen Monaten viele Schweden mit großer Leidenschaft und Gemeinsinn diese alten Karren aufmöbeln.

(Aufgrund extrem schwachen Internets erscheint dieser Beitrag etwas verspätet)

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