Barfuß im Schnee

Heute hieß es Abschiednehmen von unserer Hütte am Fjord. Da wir Zeit für einen Umweg hatten, empfahl uns unser netter Gastgeber die Route über das Sognefjell zu nehmen. Die Gelegenheit beim Schopfe packend, ließen wir uns auch gleich erklären, warum es so viele Elektro-Autos auf Norwegens Straßen gibt: 1. Das E-Auto ist auch hier ein Statussymbol. Zitat: „Der größere Tesla ist der bessere Tesla.“ 2. Die Strompreise waren in der Vergangenheit sehr niedrig (3! ct/kWh), sind aber in der Zwischenzeit auf Preise wie in Deutschland explodiert. 3. Die Regierung hat die Entwicklung durch Mautbefreiung für E-Autos gefördert, das inzwischen teilweise aber auch wieder zurückgenommen. Ist der Boom damit hier vielleicht bald beendet?

Die Straße über das Sognefjell gilt als eine der schönsten Passstraßen Norwegens und ist nur in den Sommermonaten befahrbar. Wir schraubten uns wieder auf engen Straßen Kurve um Kurve nach oben auf 1400 m und waren plötzlich in einer anderen Welt.

Hier oben liegt im Winter so viel Schnee, dass er jetzt, Ende Juli, noch immer nicht getaut ist. Auch die Gletscherzungen wirkten wieder zum Greifen nah.

 

Dieser Umweg hat sich in jedem Fall gelohnt. Auf der Weiterfahrt in Richtung Lillehammer kamen wir an einer Sagasäule vorbei, welche die Geschichte Norwegens dokumentiert. Davor hatten sich herrliche alte Wagen aufgereiht, die kurz vorher durchs Gebirge geknattert waren.

 

Picknick gab es heute mal mit Blick.

Die Ankunft in unserem neuen Ferienhäuschen am Sjosjoen war etwas ernüchternd: Ein riesiges Areal mit Ferienhäusern steht in einer Gegend, diie eher an das Kahleberggebiet erinnert. Im Winter steppt hier der Bär.

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