Sonne satt – Füße matt(sch)

Da für heute ein weiterer Sonnentag angekündigt war, entschieden wir uns für eine Unternehmung per pedes. Bei der Auswahl ließen wir uns von Komoot beraten. Den Zuschlag bekam eine Runde auf dem Fossenstien, die eine mittelschwere Wanderung entlang vieler Wasserfälle versprach.

Spektakulär war schon die Serpentinenstraße auf das Gaularfjell. Als wir uns endlich nach oben geschraubt hatten, wartete eine Aussicht, die wieder nicht auf ein Fotonormalformat passte.

Auf der Wanderung in traumhafter Natur waren wir, im Unterschied zu gestern, über jeden Stein und jedes Stückchen Holz froh, die im matschigen Weg lagen [Video]. Der Boden war weitflächig wie ein nasser Schwamm. Der Weg führte durch nicht enden wollendes Heidelbeerkraut (ohne Heidelbeeren), über weiches, schmatzendes Moos, knorrige Wurzeln, an glasklaren Bergseen vorbei, aber eher nicht an den versprochenen Wasserfällen entlang. Die hörte man nur aus der Ferne rauschen.

Leider ging die von Komoot vorgeschlagene Runde nur zur Hälfte auf dem Wanderweg im Wald entlang, der Rückweg führte über die Straße, auf der sich 6 km in prasselnder Sonne ziemlich ziehen können.

Wie überall auf den Fjells sind auch hier die Schafe wie in freier Wildbahn zu Hause. Die Menschen hier zäunen nicht die Weiden ein, sondern ihre Häuser und sogar die Autos, um sie vor den Wolltieren zu schützen.

Den Abschluss unseres wundervollen Ausflugs bildete die Fahrt durch den 7,6 km langen Tunnel bei Hoyanger, bei dem man stetig bergab fährt. Auch irgendwie spektakulär.

Zu Hause gab es ein spätes Abendbrot mit einem schönen großen Lachsfilet aus norwegischer Aquakultur.

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