Inselfeeling Tag 1
Eigentlich wollten wir am Vormittag bei einer Hafenrundfahrt prüfen, ob das Frühstück drin bleibt, aber bei Wind und grauem Nieselregen waren wir die einzigen Gäste mit so einer Idee und da legte der Kahn gar nicht erst ab. Ebenso ging es Uwes Handy, das plötzlich der Meinung war, bei dieser Kälte den Dienst quittieren zu müssen. Fortan lag die Navigation also in Christianes Händen. Frau wächst mit ihren Aufgaben und das Abenteuer kann beginnen: Hart gegen den Wind über den alten Rügendamm, dann ein paar Kilometer auf dem E10, der aber bald zu einem asphaltierten Radweg ausgebaut war und die letzten 4 km entlang der gut befahrenen Landstraße. Genusswandern ist anders. Im Zielort winkte ein Café, allerdings war das dann doch feiertags geschlossen. In unserem Übernachtungshotel war es auch dunkel, an der Tür prangte ein Zettel, dass die Küche wegen Personalmangels kalt bleibt. Na Klasse.
Dann kann doch noch der Wirt, polterte rum, als hätten wir ihn in den Ruin getrieben, wollte uns am Abend aber ein Schnitzel braten, da er eh eine Reisegruppe zu bekochen habe. Und Frühstück bekommen wir auch. Aber vor allem erst mal ein warmes Zimmer.
Bei Google haben wir dann eine Bewertung des Hotels gelesen: Jemand ärgert sich, dass man nicht 0 Sterne vergeben kann. Dieser Bewertung würden wir uns nach dem Frühstück anschließen, obwohl das restliche Personal bemüht war.
Uwes Handy ließ sich bei Zimmerwärme und dem wohl dosierten Druck auf eine bestimmte Stelle doch hin und wieder zum Leben erwecken. Aber ein Zustand wird das nicht mehr.


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